Österreich: Sieben Pferde schwer misshandelt

Reitschule Reitschultest reiten lernen Hessen Darmstadt
Foto: Miriam Kreutzer
In den letzten zwei Wochen gab es in Österreich drei brutale Angriffe auf Pferde. Die Täter gingen mit Messer, Armbrust und Luftdruckgewehren vor.

In Österreich wurden in den letzten zwei Wochen (seit Ende August) sieben Pferde schwer misshandelt. In der Nacht zu Dienstag (10. September) verletzte ein Unbekannter eine 15-jährige Araberstute schwer. Er fügte ihr tiefe Schnittwunden im Rücken und Genitalbereich zu. Die Stute befand sich zusammen mit anderen Pferden auf der Koppel auf einem Bauernhof in der Ortschaft Annaberg (Gemeinde Alkhofen).

Dienstagnacht fügte der Unbekannte ihr die Verletzungen zwischen 4 und 5 Uhr zu. Bei der Person, die die Stute misshandelt hat, könnte es sich um einen sexuell gestörten Pferderipper handeln.

In Zurndorf (Bezirk Neusiedl am See, Österreich) wurden vier Pferde mit Luftdruckgewehren verletzt. Schon am 5. September entdeckte eine Besitzerin laut Polizei bei zwei Tieren mehrere oberflächliche, leicht blutenden Wunden. Sie waren etwa fünf Millimeter breit. Die Frau erstattete Anzeige. Knapp eine Woche später entdeckte der Besitzer der Pferde, die auf der benachbarten Koppel standen, dass seine Pferde ähnlich verletzt waren.

Daraufhin wurde der Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See eingeschaltet. Vorerst konnte nicht sichergestellt werden, dass die Wunden tatsächlich von Luftdruckgewehren stammten. Am teilweise mit Pappe abgedeckten Stall, wurden jedoch mehrere Einschüsse entdeckt. Hinweise auf den Täter gibt es noch nicht.

Bereits Ende August hatte es im österreichischen Kronstorf (Bezirk Linz-Land) einen schweren Vorfall gegeben. Zwei Pferde wurden von Pfeilen einer Armbrust getroffen. Bei einem Tier steckte der Pfeil im Rücken und konnte nur durch eine Operation entfernt werden. Das andere Pferd wurde am rechten Huf getroffen.

Mittlerweile wurden drei Verdächtige gefasst. Zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 22 Jahren. Zwei sollen Einbrüche begangen haben und dabei auch die Armbrüste gestohlen haben. Alle zusammen sollen sie dann auf Nutztiere geschossen haben, ein Schaf wurde dabei getötet.

Der Verein Pfotenhilfe hat 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgeschrieben, die zur Ergreifung des Täters der misshandelten Stute führen. Wer Beobachtungen gemacht hat, soll sich an die nächste Polizeidienststelle oder den Verein Pfotenhilfe unter der Telefonnummer 018922377 bzw. info@pfotenhilfe.org wenden.