Olympia 2016: Fünfter Vielseitigkeitsreiter fällt weg

Neuer Olympia-Modus: Das FEI-Sportforum hat ein Regelwerk beschlossen, nach dem generell in allen olympischen Disziplinen die Teams aus vier Reitern bestehen sollen.

 

CAVALLO Victoria Max-Theurer
Foto: Maier Die neuen Olympia-Regeln kommen den Dressurreitern zu Gute.

Ab 2016 in Rio de Janeiro generell vier Reiter pro Team: Kritik zum neuen Olympia-Regelwerk äußerten der deutsche FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach und sein britischer Kollege. Sie lehnen den geplanten Fortfall des fünften Mannschaftsreiters in der Vielseitigkeit ab.

„Wir müssen nationale Interessen in den Hintergrund stellen und eine gemeinsame Lösung finden.“ Mit eindringlichen Worten appellierte der Belgier Ingmar de Vos, Generalsekretär des Weltreiterverbandes FEI, beim FEI-Sportforum in Lausanne an die rund 300 Teilnehmer, den Weg für Änderungen des olympischen Reglements freizumachen.

Ein einheitliches Meinungsbild der nationalen Förderationen sei notwendig, da das Internationale Olympische Komitee (IOC) keine Erhöhung der Starterzahlen in den drei olympischen Reitsportdisziplinen akzeptieren wird. Die Obergrenze von 200 Aktiven bleibt auch für künftige Spiele bestehen.

Ingmar de Vos folgerte: „Das sind die Rahmenbedingungen, jetzt müssen wir die Balance finden, einerseits das spitzensportliche Niveau zu halten und andererseits mehr Nationen Startchancen bei Olympischen Spielen zu geben.“

Der zwischen FEI und IOC angestrebte neue Modus sieht grundsätzlich vier Reiter pro Team vor, von denen drei gewertet werden. Das war im Springen schon immer so. In der Vielseitigkeit bildeten nach der Abschaffung von getrennten Mannschafts- und Einzelwettbewerben fünf Reiter die Mannschaft – erstmals 2004 in Athen. Die drei besten Resultate flossen ins Gesamtergebnis ein.

Des einen Leid, des anderen Freud: Während die Vielseitigkeit verliert, wird die Dressur aufgewertet. Für viel Unmut hatte nämlich das in London erstmals angewandte neue Dressurreglement gesorgt. Es waren nur noch drei Reiter pro Nation im Team, ein vierter konnte sich 2012 in London über die Weltrangliste qualifizieren, bis die maximale Starterzahl von 50 erreicht wurde.

Dies will die FEI nun rückgängig machen. Ab 2016 bei den Spielen on Rio de Janeiro sollen wieder vier Teammitglieder startberechtigt sein, das schwächste Resultat liefert das Streichergebnis. Der nun vom FEI-Sportforum favorisierte neue Olympiamodus wird in Kürze dem IOC unterbreitet.

21.04.2013
Autor: Redaktion CAVALLO
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Ausgabe Mai 2013/2013