Geretteten Pferden aus Süsted geht es besser

Pferde in Not: Anfang Juli wurden 16 völlig abgemagerte und verwahrloste Pferde in Süsted gerettet. Zwölf davon kamen auf den Tierschutzhof Geißblatthof. Die Pferde sind auf dem Weg der Besserung.

Fotostrecke: Fotostrecke: Verwahrloste Pferde in Süsted gerettet

8 Bilder
CAVALLO Verwahrloste Pferde Foto: Geißblatthof
CAVALLO Verwahrloste Pferde Foto: Geißblatthof
CAVALLO Verwahrloste Pferde Foto: Geißblatthof

Am 11. Juli 2013 wurde das Veterinäramt zu einem Pferdehof in Süsted (Niedersachsen) gerufen. Einem alten Mann war seine Pferdehaltung über den Kopf gewachsen. 16 Pferde standen seit mehreren Jahren im Stall, die Hufe wurden sieben Jahre lang nicht gepflegt.

Die Mitarbeiter des Veterinäramts fanden stark unterernährte Pferde vor, deren Wirbel und Knochen aus dem Körper ragten. Die Hufe waren teilweise bis zu 50 Zentimetern lang und im Kreis gewachsen. Zwölf der Tiere kamen auf den Tierschutzhof Geißblatthof, die anderen vier kamen bei Vereinen unter.

Die Pferde, die auf den Geißblatthof kamen, bekamen zwei Tage nach ihrer Ankunft zum ersten Mal nach sieben Jahren die Hufe so gut es ging korrigiert. Danach mussten die Pferde neu laufen lernen. Nachdem die beiden Hengste Kaspar und Balthasar nach kurzer Zeit in die Pferde-Reha-Station in Raddesdorf umzogen, blieben noch drei Schwerstpflegefälle auf dem Geißblatthof: Die Stuten Snoa, Maike und eine Fuchsstute. Die drei bekommen immer noch Schmerzmittel, damit sie überhaupt richtig laufen können.

Maike und Snoa lagen in den ersten 14 Tagen nur und fraßen aus dieser Position heraus Heu. Inzwischen bewegen sich die zwei über die Wiese und grasen wie normale Pferde. Bei beiden sind Hufbeinsenkungen in den Vorderbeinen zu befürchten. Inwiefern sie ein schmerzfreies Leben haben können, ist noch unklar.

Seit wenigen Tagen kommt langsam Bewegung in die kleine Stutenherde, vor allem die jüngeren laufen zunehmend mit Lust über die Wiese. Der Geißblatthof nahm auch drei Junghengste auf: Ernesto, Luigi und Claude. Alle tranken noch bei ihren Müttern, zwei davon bei Stute Maike. Sie wurden umgehend abgesetzt und bilden inzwischen eine kleine Hengstherde.

Die Pferde nehmen immer mehr an Gewicht zu. Ihre Neugierde ist erwacht und sie nehmen von sich aus Kontakt mit den Menschen auf. Sie holen sich ihre Streicheleinheiten und schnuppern nach Leckerlies. Noch ist es zu früh mit den Pferden die Halfter- und Leinenführigkeit zu trainieren. Jetzt heißt es erst einmal: im Leben ankommen, glücklich werden und immer mehr Vertrauen zum Menschen fassen.

Fotostrecke: Westernkritik - Grobes Reiten bei der Q8 in Aachen

14 Bilder
Westernreiten Q8 Aachen Foto: Lisa Rädlein
Westernreiten Q8 Aachen Foto: Lisa Rädlein
Westernreiten Q8 Aachen Foto: Lisa Rädlein

Fotostrecke: Das Leid der polnischen Arbeitspferde

12 Bilder
CAVALLO Arbeitspferde Polen Foto: Animals Angels
CAVALLO Arbeitspferde Polen Foto: Animals Angels
CAVALLO Arbeitspferde Polen Foto: Animals Angels