Tote Pferde durch Weidemyopathie - Koppelpferde gefährdet

Im Bezirk Feldkirchen in Kärnten/Österreich sowie in Deutschland, Belgien und auch Frankreich sind mehrere Pferde an Weidemyopathie gestorben.

Bis zum 08. November 2013 sind der Veterinärmedizinischen Fakultät in Lüttich von 154 Fällen einer atypischen Myopathie berichtet worden. Diese Fälle wurden in Belgien (68 Fälle), in Frankreich (31 Fälle), in Deutschland (6 Fälle), in Großbritannien (8 Fälle), in die Niederlande (21 Fälle), Schweiz (11 Fälle), Tschechische Republik (6 Fälle), Irland (2 Fälle) und Deutschland (7 Fälle) erfasst.

Es besteht zudem der Verdacht, dass mehrere Pferde in Feldkirchen in Kärnten an der tödlich verlaufenden Weidemyopathie verstorben sind.

Die vorwiegend im Herbst auftretende Muskelschwäche, die hin bis zum Muskelzerfall reicht, lässt die Pferde in wenigen Tagen sterben. In Gänze geklärt ist das Krankheitsbild bisher nicht. Gefrorenes Laub oder Laub begünstigen die Verbreitung eines Bakteriums, das Toxin produziert und die Muskeln schädigt.

Die Wetterlage der kommenden Wochen kann Fälle von atypischer Weidemyopathie hervorrufen. Bekannt ist, dass das Toxin/Gift, welches diese Krankheit verursacht, in den Samen von bestimmten Ahornbäumen wie z. B. Acer pseudoplatanus vorkommt.

Daher ist es sehr wichtig, zu vermeiden, dass Pferde diese Samen fressen. Die niedrigeren Temperaturen bewirken, dass die Samen von den Bäumen fallen und somit das Risiko einer Vergiftung ansteigt. Soweit wie möglich sollte der Zugang zu Weiden mit Ahornbäumen vermieden werden.

Beim Auftreten der atypischen Weidemyopathie bittet die AMAG / Uni Lüttich (Belgien) um Meldung. Dort wird an dieser Krankheit, den Zusammenhängen und Ursachen geforscht.
Erreichbar ist die AMAG unter www.myopathieatypique.fr dort auf der Startseite (englisch oder französisch) finden sich die links zur Meldung eines Falles, jeweils einmal für den Pferdebesitzer und
einmal für den Tierarzt.

Info: Medizin-Kompendium Weidemyopathie

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