Fall Karioka: Verurteilter Pony-Quäler gibt sein Amt beim Berufsreiterverband ab

2010 kam das Polopony Karioka ums Leben. Dafür verantwortlich war der Ausbilder Jörg B. Vom Schweizer Berufsreiterverband wurde dieser in den Vorstand gewählt. Aufgrund des öffentlichen Drucks gibt er sein Amt nun ab.

 

CAVALLO Karioka
Foto: Mathias Bodenmüller Polopony Karioka starb an den Folgen einer Schädelverletzung.

Auf scharfe Kritik stieß in den vergangenen Tagen die Ernennung Jörg B.´s als Presseverantwortlichem im Vorstand des Schweizerischen Berufsreiterverbandes SHP (Swiss Horse Professionals). Es wurde sogar eine Online-Petition gegen den Entscheid des SHP ins Leben gerufen, die über tausend Menschen unterzeichnet haben.

Aufgrund des hohen öffentlichen Drucks stellt Jörg B. sein Amt nun zur Verfügung. Er wolle dem Verband nicht schaden.

Hintergrund zum Fall Karioka:

In der Pferdeszene sorgte der Fall Karioka für großes Aufsehen: Der Vielseitigkeitsreiter, Ausbilder und Tierarzt Jörg B. wurde im September 2010 dafür zur Verantwortung gezogen, dass das Polopony Karioka 2007, aufgrund zu engen Ausbindens an der Longe stürzte.

Als Karioka mehrfach versuchte, der engen Fixierung zu entgehen, stürzte das Pferd erneut und zog sich dabei einen Schädelbruch zu. B. verabreichte dem Pferd ein Schmerzmittel und ließ es in der Reithalle liegen.

Das Bezirksgericht Winterthur verurteilte Jörg B. wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwältin sprach von einer Machtdemonstration gegenüber dem Pferd und der fehlenden Empathie des Reitlehrers.

CAVALLO sprach mit dem Züricher Tieranwalt Antoin F. Goetschel, der beim Prozess als Kariokas Vertreter teilnahm.

Hier geht es zum Interview mit Tieranwalt Antoin F. Goetschel

Schweizer Gericht verurteilt Reitlehrer im Fall Karioka wegen Tierquälerei