Erbliche Myotonie: Gentest-Pflicht für New Forest Ponys und Deutsche Reitponys

Seit diesem Jahr müssen Zuchthengste und Stuten der Rassen New Forest und Deutsches Reitpony einem Gentest unterzogen werden. Der Test soll herausfinden, ob sie das mutierte Gen in sich tragen, das für erbliche Myotonie verantwortlich ist.

Alle Züchter der Rassen Deutsches Reitpony und New Forest Pony müssen seit diesem Jahr ihre Pferde einem Gentest unterziehen. Das hat das Westfälische Pferdestammbuch öffentlich gemacht.

Bei dem Test soll herausgefunden werden, ob die Tiere das mutierte Gen in sich tragen, das für erbliche Myotonie verantwortlich ist. Laut Westfälischem Pferdestammbuch sind besonders Nachkommen des niederländischen Hengsts Kantje’s Ronaldo betroffen.

Alle aktiv eingetragenen Zuchthengste der Rassen New Forest und Deutsches Reitpony müssen untersucht werden, wenn sie aus Trägerlinien stammen. Alle aktiv eingetragenen Stuten sollten untersucht werden.

Die erbliche Myotonie tritt nur dann auf, wenn das Pferd je ein betroffenes Gen von Mutter und Vater vererbt bekommt. Dabei müssen die Eltern nicht unbedingt selbst erkrankt sein. Wenn nur eines der Elterntiere das Myotonie-Gen hat, besteht keine Gefahr. Schon bei Fohlen tritt die erbliche Myotonie auf.

Sie haben dann einen steifen und staksigen Gang. Oft ist es nicht möglich die Hufe von ihnen anzuheben, weil sie dann schnell das Gleichgewicht verlieren.