Reform der Hengstleistungsprüfung erst 2016

Die Reform der Hengstleistungsprüfung wird nicht, wie bisher geplant, zu Beginn des Jahres 2015 in Kraft treten, sondern erst ein Jahr später.

Vertreter der Reitpferde betreuenden Zuchtverbände und des Vereins Deutscher Hengsthalter diskutierten das neue System der Hengstleistungsprüfung am Rande der DKB-Bundeschampionate Anfang September in Warendorf. Nun sind die Rahmenbedingungen fixiert und die letzten kritischen Fragen rund um die Reform der Hengstleistungsprüfung (HLP) fast geklärt.

Um die Reform der HLP bereits im kommenden Jahr zu ermöglichen, müssten sämtliche Zuchtverbände die neue HLP-Richtlinie noch in diesem Jahr in ihre Satzungen und Zuchtbuchordnungen übernehmen. Das ist allerdings nicht für alle Zuchtverbände möglich.

Der Beirat Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) will die neue HLP-Richtlinie darum in seiner Dezembersitzung 2014 verabschieden. Damit ist den Zuchtverbänden die Gelegenheit gegeben, ihre Regelwerke anzupassen und Züchter und Hengsthalter im Rahmen der zumeist im Frühjahr stattfindenden Mitgliederversammlungen rechtzeitig und umfangreich zu informieren.

Die Reform wird dann zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Für 2015 behält das bisherige HLP-System somit seine Gültigkeit. Allerdings werden ab dem kommenden Jahr die HL-Prüfungen bzw. Veranlagungsprüfungen nur noch in den vier Stationen Adelheidsdorf, Marbach, Neustadt/Dosse und Schlieckau stattfinden.

Außerdem dürfen in diesen vier Prüfstationen ab 2015 weder eigene Hengste noch der Station zur Pacht, Ausbildung oder Beritt zur Verfügung stehende Hengste geprüft werden. Die Neukonzeption sieht für Hengste mehrere Wege für den Leistungsnachweis vor. Eine Möglichkeit ist die 50-tägige stationäre Langprüfung, spezialisiert nach den Disziplinschwerpunkten Dressur oder Springen.

Ansonsten kann eine Kombination aus 14- oder 15-tägiger Kurzprüfung und einer im Alter von vier und fünf Jahren zu wiederholenden dreitägigen Sportprüfung für Dressur- oder Springhengste absolviert werden.

Für vielseitig veranlagte oder hoch im Blut stehende Hengste ist eine Kombination aus Kurzprüfung, Sportprüfung mit Dressur- und Parcoursanforderungen sowie zwei unterschiedlichen Feldprüfungen vorgesehen.

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CAVALLO Foto: Joachim Lenk
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CAVALLO Fohlen-Erziehung Foto: Dr. Ralph Kuhlmann
CAVALLO Fohlen-Erziehung Foto: Dr. Ralph Kuhlmann
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07.10.2014
Autor: Redaktion CAVALLO
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