Bundesrat: Schenkelbrand bleibt erlaubt - Novelle des Tierschutzgesetzes verabschiedet

Der Schenkelbrand bei Pferden bleibt erlaubt. Der Bundesrat verabschiedete jetzt die Novelle des Tierschutzgesetzes. Nachdem bereits der Bundestag im Dezember die Reform des Tierschutzgesetzes beschlossen hatte, musste der Bundesrat dieser Gesetzesänderung zustimmen, damit sie in Kraft gesetzt werden kann.

In dem neuen Gesetz ist der Schenkelbrand als Kennzeichnungsmethode bis Ende 2018 zugelassen. Auch danach werden Pferde in Deutschland unter Anwendung einer lokalen Schmerzausschaltung weiterhin mit dieser Methode gekennzeichnet werden können.

Ursprünglich sollte in dem neuen Tierschutzgesetz der Schenkelbrand als Kennzeichnungsmethode verboten werden. „Wir freuen uns, dass wir auf der sachlichen und fachlichen Ebene unter anderem mit dem Gutachten von Professor Volker Steinkraus in dieser emotional geführten Auseinandersetzung überzeugen konnten“, sagte Theo Leuchten (Ratingen), Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Gemeinsam und über mehrere Jahre haben die Pferdezuchtverbände und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) für den Erhalt des Schenkelbrandes gekämpft und immer wieder auf zahlreiche Gründe hingewiesen, die für die Kennzeichnung mittels Schenkelbrand sprechen. „Der Schulterschluss der Verbände aus Zucht und Sport und die gemeinsame Solidarität hat zum Erfolg geführt und ist auch für zukünftige Aufgaben wegweisend“, so Leuchten weiter. Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung zugeleitet.

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CAVALLO Kiger Mustangs Foto: Kruse-Völkers_privat
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CAVALLO Foto: Joachim Lenk
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Autor: Redaktion CAVALLO / FN press
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