Rekener Charta: Stafettenritt nach Reken gestartet

CAVALLO Schulpferde und Reitschulen
Foto: Rädlein
Am Europadenkmal im Dreiländereck Belgien-Deutschland-Luxemburg startete ein Stafettenritt nach Reken im Münsterland. Mit im Gepäck ist ein Dokument, die so genannte Rekener Charta, die für freies Reiten und Fahren in einem grenzenlosen Europa plädiert.

Unterwegs werden Unterschriften unter die Charta gesammelt, um politische Entscheidungsträger bis hin nach Brüssel zu sensibilisieren. Initiator der Rekener Charta (Anlage) ist die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD) - heute der zweitgrößte reiterliche Verband in unserem Land. Aus allen Regionen Deutschlands machen sich zur Zeit Reitergruppen zu Stafettenritten nach Reken auf, wo Ende August ein großes Fest zum 40 jährigen Bestehen der VFD stattfindet. Bei diesem Anlass wird auch die Charta mit den Unterschriften übergeben.

Für den Stafettenritt aus der Eifel wurde bewusst als Ausgangsort Ouren mit seinem Europadenkmal gewählt - hier ist freies Reiten in einem grenzenlosen Europa schon Alltag, wo auch die Menschen ihr Leben ganz selbstverständlich über die Ländergrenzen hinweg gestalten.

In einzelnen Etappen geht es weiter: am 19./20. Mai nimmt die Stafette an der Pferdesegnung in Roth teil. Nächstes Ziel ist Prüm, wo der Eifelverein am 25. Mai sein 125-jähriges Bestehen in der Abteistadt feiert und den Besuchern nicht nur den Verein vorstellen, sondern auch zeigen will, was die gesamte Region zu bieten hat. Danach geht der Ritt in einzelnen Etappen über die Kasselburg bei Pelm, Hohenfels-Essingen, Kelberg, Weiler/Monreal und Roes nach Rhens am Rhein, wo am 23. Juni 2013 die Stafetten aus Eifel Saarland und Hunsrück übergeben werden und von dort weiter nach Reken starten.

Organisator und Vorreiter der Stafette ist Herbert Schwahlen aus Roth, der als ausgebildeter Berittführer FN und "Gästeführer zu Pferd" selbst eine Wanderreitstation leitet, die von Eifel zu Pferd und VFD zertifiziert wurde. Gründungsmitglied von Eifel zu Pferd und seit vielen Jahren im Vorstand engagiert, hat er die gesamte Planung des Ritts übernommen und wird die Gruppe auf den jeweiligen Abschnitten bis Rhens verantwortlich begleiten.

Die meisten Gastgeber auf dem langen Weg sind Mitglieder des Vereins Eifel zu Pferd e.V., der sich der Entwicklung eines sanften Tourismus zu Pferd verschrieben hat, gesichert durch qualifizierte und vielfältige Betriebe. 1997 gegründet, hat der Verein inzwischen Partnerorganisationen in ganz Rheinland-Pfalz. Über 100 Betriebe in Eifel, Westerwald-Taunus, Hunsrück und Pfalz bieten dem Gast ein besonders Urlaubserlebnis zu Pferd und machen Rheinland-Pfalz zum bundesweiten Vorbild im Reittourismus.

Hier treffen sich die Interessen der beiden Organisationen VFD und Eifel zu Pferd: Reiter und Fahrer werden für die Natur als ihren hauptsächlichen Bewegungsraum sensibilisiert und für rücksichtsvolles Verhalten gegenüber anderen Erholungssuchenden und der Tier- und Pflanzenwelt gewonnen. In der Eifel sind Reiter als Urlauber inzwischen gern gesehen: Wanderreiter – das sind Urlauber, die das Naturerlebnis vor sportliche Höchstleistungen stellen. Wanderreiten – Meditation im Rhythmus der Pferde, die schönste Form sich Zeit zu lassen. „Wir denken nicht in Kilometern, wir denken in schönen Stunden im Sattel“.

Die ersten Unterzeichner der Charta für freies Reiten und Fahren in einem grenzenlosen Europa waren beim Start der Stafette in Ouren Herbert Schwahlen (VFD und Vorstand Eifel zu Pferd e.V.), Monique Schiltges von der Kommission für Sport und Freizeit/Tourismus der Europäischen Vereinigung Ardennes-Eifel (EVEA) und Bärbel Guckuk (Vorstand Eifel zu Pferd e.V.). Bleibt zu hoffen, dass auf allen Etappen die Stafettenreiter und ihre Pferde ihr Ziel wohlbehalten erreichen und das gesamte Projekt Erfolg hat.

Rekener Charta zum Download:

21.05.2013
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe Mai 2013/2013