Studentinnen entwickeln Brandmeldesystem für Pferdeställe

Wenn es im Stall brennt, müssen die Boxentüren der Pferde von Hand geöffnet werden. Vier Studentinnen haben nun ein System entwickelt, bei dem alle Pferde im Brandfall auf Knopfdruck befreit werden können.

Immer wieder kommt es zu Bränden in Ställen. Oft kommen dabei Pferde ums Leben, weil sie nicht rechtzeitig aus ihren Boxen gelassen werden konnten. Momentan müssen Pferde noch mit der Hand und jedes einzeln aus den Boxen befreit werden. Das kostet viel Zeit, die man im Brandfall nicht hat.

Vier Studentinnen von der „Van Hall Larenstein University of Applied Sciences“ (VHL) in den Niederlanden haben dafür eine Lösung gesucht und gefunden. Jessica Snijder, Daphne Katan, Marit Biesheuvel und Kristel Diepeveen haben ein System entwickelt, mit dem viele Pferde im Brandfall gerettet werden könnten. Bei den technischen Details halfen Teus van Doorn und der Ingenieur Erik Morren.

Über einen speziell zu diesem Zweck entwickelten Brandmelder für Pferdeställe bekommt der Eigentümer eine Alarmmeldung auf seinem Handy. Auf Knopfdruck kann er daraufhin alle Stalltüren öffnen und seine Pferde freilassen. Die Türen werden mit Luftdruck geöffnet. Das System braucht also keinen Strom, um die Boxen zu öffenen.

Ein Wasserschrecksystem soll außerdem dafür sorgen, dass die Pferde den Stall im Ernstfall schnell verlassen. Die Entwicklerinnen wollen das System an keine Firma verkaufen, sondern es weiterhin selbst vermarkten. Sie haben das System bereits auf der größten Pferdeveranstaltung der Niederlande, dem Horse Event, vorgestellt. Bisher ist das System in noch keinem Stall eingebaut. Eine Stalltür mit dem eingebauten System kostet um die 1000 Euro.