Tieffliegender Hubschrauber: Reiterin erhält Schmerzensgeld nach Sturz

Ein Nürnberger Gericht setzte durch, dass eine Reiterin, die wegen eines tieffliegenden Hubschraubers vom Pferd stürzte, Schmerzensgeld erhält.

Bei einem Ausritt war das Pferd der Reiterin durch einen tieffliegenden US-Militärhubschrauber in Panik versetzt worden. Die Reiterin stürzte und klagte auf Schadensersatz.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth lehnte im Mai 2013 die Klage der aus dem Landkreis Ansbach stammenden Reiterin ab. Der Grund: Bundesbürger können das US-Militär normalerweise nicht verklagen.

Der Fall aus dem November 2010 wurde nun am Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg erneut verhandelt. Das Gericht verpflichtete die Bundesrepublik zur Zahlung von 2.400 Euro.

Die Reiterin kam laut ihren Zeugenaussagen zu Fall, weil der tieffliegende Hubschrauber wohl zumindest einmal direkt über der Reiterin schwebte. Das Pferd scheute daraufhin und warf die Reiterin ab.