USA: Gericht soll klären, ob Pferde von Natur aus bösartig sind

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Foto: Lisa Rädlein
Im US-Bundesstaat Connecticut muss der Oberste Gerichtshof darüber entscheiden, ob Pferde von Natur aus bösartig sind. Der Rechtsstreit war durch eine Klage gegen einen Farmbesitzer entstanden. Eines seiner Tiere hatte einen kleinen Jungen gebissen.

In den USA gibt es einen Rechtsstreit, der die Pferdebesitzer dort in Aufruhr versetzt. Im Bundesstaat Connecticut muss der Oberste Gerichtshof darüber entscheiden, ob Pferde von Natur aus bösartig sind. Entstanden ist dieser Rechtsstreit, weil 2006 ein Junge von einem Pferd gebissen wurde und der Vater den Farmbesitzer verklagte.

Der Vater hielt im Jahr 2006 seinen eineinhalb Jahre alten Sohn über den Zaun einer Pferdekoppel, damit der Junge die Pferde besser streicheln oder füttern konnte. Ein Pferd biss den Jungen in die Wange und verletzte ihn schwer. Daraufhin verklagte der Vater den Farmbesitzer. Er scheiterte in erster Instanz. Der Vater hatte die Schilder des Farmbesitzers ignoriert, auf denen stand: „Füttern und streicheln verboten“.

In zweiter Instanz wurde ihm überraschend recht gegeben. Da der Vater das Pferd nicht eindeutig benennen konnte, das seinen Sohn gebissen hatte, wurden gleich alle Pferde als von Natur aus bösartig eingestuft. Nun muss sich der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats mit dem Fall befassen.

Die Pferdebesitzer sind nun in Aufruhr. Würden Pferde als von Natur aus bösartige Tiere erklärt werden, würden die Versicherungsbeiträge extrem steigen.