Medical Training: So bereiten Reiter ihre Pferde auf Tierarzt-Besuche vor

Röntgen: Pferd macht Beinarbeit

Schluss mit zappelnden Pferden beim Tierarzt: Machen Sie es wie die Profis im Zoo. Mit Medical Training bereiten Sie Ihr Pferd spielend auf Behandlungen vor.

Fotostrecke: Fotostrecke: Medical Training für Pferde

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CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin Foto: Lisa Rädlein

Fast jedes Pferd muss irgendwann durchleuchtet werden. Röntgen tut zwar nicht weh, doch für die Tiere ist es trotzdem knifflig: Sie müssen ihre Hufe auf ungewohnten Holzklötzen abstellen, Platten an den Beinen tolerieren, die fremde Menschen in seltsamen Kitteln halten – und zwar ohne zu zappeln, weil sonst das Bild ruiniert ist.

Ist das Pferd zu unruhig, bleibt nur die Sedierung. Solch schweres Geschütz für scharfe Aufnahmen können Sie sich bald sparen. Trainingsziel: Das Pferd lernt, seine Beine gezielt zu bewegen (was auch für die Hufpflege nützlich ist) und die Hufe selbst in ungewöhnlichen Positionen stillzuhalten. Am besten klappt das Üben zu zweit: Einer hält ein Holzbrett, das die Röntgenplatte darstellt, der andere steht am Pferdekopf, clickert und gibt Leckerli.

Standhaft verbinden

Viele Pferde zappeln, wenn etwa Verbandsmull um ihre Beine flattert. Ist eine Verletzung der Grund fürs Wickeln, reagieren sie umso sensibler. Pferde verknüfen zudem das Verbinden teils noch lange mit einer schmerzhaften Behandlung, selbst wenn nichts mehr weh tut.

Trainingsziel: Das Pferd steht beim Verbinden ruhig auf allen Vieren am lockeren Strick. Das Anlegen von Gamaschen oder Bandagen wird so ebenfalls zum Kinderspiel. Trainieren Sie zu zweit. Starten Sie an einem Ort, den das Pferd mit ruhigem Stehen verbindet. Wechseln Sie später Standort und Helfer.

Das pikst doch nur

Angst vor Spritzen muss nicht sein, denn tatsächlich tut ein gekonnter Piks Pferden kaum weh. Trotzdem zicken und zappeln die Tiere oft genug, wenn‘s ans Impfen oder Blutabnehmen geht. Schuld können schlechte Erfahrungen mit rüden Stichen sein. Womöglich überträgt sich auch manches Mal die Angst der Besitzer vor der Nadel aufs Pferd.

Trainingsziel: Das Pferd steht ruhig still, während der Reiter Injektionen in die Vene oder den Muskel simuliert. Fürs Training wird Ihr Tierarzt Ihnen vermutlich gern eine Spritze überlassen. Tipp: Ein einfacher Kabelbinder aus dem Baumarkt ist auch ein tolles Instrument: Er pikst bei Druck, ist aber absolut ungefährlich.

Fotostrecke: Sonografie: Ultraschall-Untersuchung am Pferd

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CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners

09.11.2012
Autor: Linda Krüger
© CAVALLO
Ausgabe 03/2012