CAVALLO-Check: Wahrnehmung - Wie Pferde die Welt sehen

So fühlen Pferde

CAVALLO Knotenhalfter
Foto: Rädlein
Die Sinne des Pferds: Pferde haben einen feinen Tastsinn und sensible Haut. Beim Reiten reichen leichte Berührungen für prompte Reaktionen.

 

CAVALLO Sinne Pferde
Foto: Lisa Rädlein Das Pferd spürt Fliegenbeine auf dem Fell. Reagiert es nicht auf Schenkelhilfen, liegt es also nicht daran, dass es unempfindlich ist.

Da ist doch gar nichts! Gestern ging das Pferd noch problemlos am parkenden Traktor vorbei, heute stemmt es die Beine in den Boden. Für uns völlig unlogisch. Will es uns ärgern, hat es einen schlechten Tag oder geben wir andere Hilfen als sonst?

Die Lösung ist vielleicht noch einfacher: Pferde nehmen die Welt anders wahr als wir. Sie sehen weniger Farben, aber deutlichere Kontraste. Sie hören Geräusche, die außerhalb unseres Frequenzbereichs liegen, und sie wissen genau, ob das Leckerli in der Jackentasche gut schmeckt. Wer weiß, wie Pferde ticken, kann ihre Sinne im Training gezielt ansprechen. Wie das geht, verrät Ihnen der CAVALLO-Check.

Wer einmal gesehen hat, wie ein Pferd wütend nach einer Fliege auf seinem Fell tritt, weiß, wie feinfühlig es tatsächlich ist. Für seinen feinen Tastsinn sind verschiedene Sinneszellen zuständig, die mechanische Kräfte in Nervenerregung umwandeln (Mechanorezeptoren). Sie leiten Berührungen der Haut ans Gehirn weiter.

Weitere Rezeptoren informieren die Schaltzentrale im Pferdekopf über Form und Härte von Gegenständen, Vibration, Hautdehnung, Temperaturempfindungen und Schmerz. Diese Rezeptoren sind am Körper unterschiedlich dicht verteilt. Dadurch reagiert das Pferd an manchen Stellen wie der Gurtlage empfindlicher als etwa an der Kruppe. Nach Verletzungen der Haut ist es besonders sensibel: Noch lange, nachdem die Wunde an der Gurtlage geheilt ist, kann das Pferd beim Putzen zicken.

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04.02.2014
Autor: Claudia Weingand
© CAVALLO
Ausgabe 2 / 2014 /2014