CAVALLO klärt auf - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

CAVALLO Undercover-Besuch

Derzeit sorgt "XXL-Ostfriese" Tamme Hanken in der NDR-Sendung "Unterwegs mit dem Knochenbrecher" für Quote. CAVALLO wollte wissen, wie er Pferde "einrenkt" und machte einen Besuch vor Ort.

Zum Tod von Tamme Hanken: Der "Knochenbrecher" lebt nicht mehr

Der Ablauf beim Undercover-Besuch in Filsum ist stets gleich. Maximal 15 Minuten wendet Hanken pro Tier auf. Pferde lässt er sich zunächst ein paar Meter im Schritt vorführen. Nach der Vorgeschichte des Pferds, Krankheiten, Problemen beim Reiten oder beim Umgang fragt er nicht.

Dabei sind diese Informationen wichtig, um das Pferd richtig beurteilen zu können. „Die Vorgeschichte des Tiers muss immer abgefragt werden“, betont Winnie Dreschel. Außerdem ist für eine fundierte Diagnose mehr nötig als ein paar Meter Schritt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf diesen paar Metern eindeutig erkennen kann, was das Pferd hat“, sagt die Tierärztin.

Zur Diskussion im CAVALLO-Forum - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Hanken beweist auf diesen wenigen Metern Schritt immerhin einen Blick für die Beschaffenheit der Hufe. Immer wieder moniert er an diesem Tag, dass Zehen zu lang seien oder die Hufe unterschiedlich bearbeitet. Er arbeitete in den 1980er-Jahren mit einem Schmied zusammen; vermutlich stammt daher sein Wissen. „Er sieht genau hin, beobachtet, wie das Pferd tritt, wie es die Hufe setzt“, sagt Winnie Dreschel. „Die Fehlstellungen der Hufe, die er beschreibt, treffen meistens zu.“


29.03.2014
Autor: Barbara Forro
© CAVALLO
Ausgabe Juni 2013/2013