CAVALLO klärt auf - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Einrenken nach Hanken - Lymphgefäße abgerissen

Derzeit sorgt "XXL-Ostfriese" Tamme Hanken in der NDR-Sendung "Unterwegs mit dem Knochenbrecher" für Quote. CAVALLO wollte wissen, wie er Pferde "einrenkt" und machte einen Besuch vor Ort.

Zum Tod von Tamme Hanken: Der "Knochenbrecher" lebt nicht mehr

Diese Therapeuten tasten sich langsam an das Pferd heran und dehnen die betroffenen Körperteile vorsichtig und behutsam in alle Richtungen. Tamme Hanken hingegen geht schnell und ruckartig vor. Wenn das Pferd bei der ruckartigen Behandlung dagegen hält, besteht Verletzungsgefahr für das Tier. „Bänderstrukturen, Sehnen und Muskeln können geschädigt werden, es kann zu Zerrungen kommen“, zählt die Tierärztin Risiken auf.

Gefährlich wird es auch, wenn das Pferd unter Vorschäden leidet, von denen der Besitzer vielleicht nichts weiß, wie Arthrose im Hüftgelenk oder ein Schaden am Meniskus. Selbst wenn dem Reiter Vorschäden bekannt sind und er sie vorm „Einrenken“ nennt, ändert Hanken offenbar sein Vorgehen nicht.

Zur Diskussion im CAVALLO-Forum - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Das erlebte eine Pferdewirtin, die den Knochenbrecher darauf hinwies, dass das Tier wahrscheinlich Arthrose in den Sprunggelenken habe. „Er hat dennoch an den Hinterbeinen gezerrt. Das Pferd war danach 14 Tage lahm.“

Bei einer Behandlung rissen Lymphgefäße ab

Nicht nur bei kranken Gelenken können Hankens Handgriffe schaden. Ein Tierarzt, den CAVALLO während der Recherche befragte, berichtet von einem Pferd, das nach der Hanken-Behandlung einen unheilbaren Elefantenfuß hatte: „Bei der Untersuchung zeigte sich, dass die Lymphgefäße abgerissen und irreparabel geschädigt waren.“


29.03.2014
Autor: Barbara Forro
© CAVALLO
Ausgabe Juni 2013/2013