CAVALLO klärt auf - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

CAVALLO-Fazit zum Knochenbrecher

Derzeit sorgt "XXL-Ostfriese" Tamme Hanken in der NDR-Sendung "Unterwegs mit dem Knochenbrecher" für Quote. CAVALLO wollte wissen, wie er Pferde "einrenkt" und machte einen Besuch vor Ort.

Zum Tod von Tamme Hanken: Der "Knochenbrecher" lebt nicht mehr

Das Fazit: Der Knochenbrecher fasst weder Mensch noch Tier mit Samthandschuhen an – mit positiven und riskanten Konsequenzen. Dass er Reiter schonungslos auf menschengemachte Probleme wie schlechte Hufe und unpassende Sättel hinweist, mag manchem Kunden endlich die Augen öffnen. „Er betrachtet das Gesamtbild Pferd“, sagt unsere Expertin. Kritisch sind Hankens medizinische Ratschläge und „Diagnosen“, wie das Füttern von Herzmitteln oder das Erkennen eines Mineralienmangels.

Zur Diskussion im CAVALLO-Forum - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Wenn Tamme Hanken Hand an Pferde legt, besteht Verletzungsgefahr. An diesem Tag in Filsum sah sein „Einrenken“ zwar weniger schlimm aus, als es einige Fernsehbilder erwarten ließen. „Trotzdem ist sein Vorgehen weder schonend für das Tier noch spezifisch auf ein Problem ausgerichtet und birgt Verletzungsrisiken“, sagt Winnie Dreschel.

„Er behandelt alle Tiere im Schnelldurchlauf und immer nach Schema F“, analysiert die Tierärztin. Eine gute, qualifizierte Behandlung, die jedes Pferd verdient hat, sieht anders aus als beim Knochenbrecher.


29.03.2014
Autor: Barbara Forro
© CAVALLO
Ausgabe Juni 2013/2013