CAVALLO klärt auf - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Professionelle manuelle Behandlung am Pferd

Derzeit sorgt "XXL-Ostfriese" Tamme Hanken in der NDR-Sendung "Unterwegs mit dem Knochenbrecher" für Quote. CAVALLO wollte wissen, wie er Pferde "einrenkt" und machte einen Besuch vor Ort.

Zum Tod von Tamme Hanken: Der "Knochenbrecher" lebt nicht mehr

So lösen gute manuelle Therapeuten Blockaden im Pferd:

Chiropraktik: Im Zentrum der chiropraktischen Arbeit steht die Wirbelsäule. Kleinste Blockaden können sich von dort auf den ganzen Körper auswirken. Chiropraktiker überprüfen die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke. Ist ein Gelenk blockiert, wird es justiert.

Dabei arbeitet der Chiropraktiker mit gezieltem Druck von oben: Er wählt einen Kontaktpunkt, der nahe am blockierten Gelenk liegt. Mit einem kurzen Impuls wird die Blockade behobe. Je schneller der Therapeut arbeitet, umso weniger Kraft muss er aufwenden. Durch den kurzen Hebel wirkt er gezielt auf das Gelenk. Chiropraktiker gehen wie Osteopathen nicht über den normalen Bewegungsspielraum eines Gelenks hinaus.

Zur Diskussion im CAVALLO-Forum - "Knochenbrecher" Tamme Hanken

Osteopathie: Während sich die Chiropraktik vor allem auf die Wirbelsäule konzentriert, betrachten Osteopathen den Körper des Pferds als Gesamtheit und beziehen Gelenke, Organe und Psyche des Tiers mit ein.

Ähnlich wie ein Uhrwerk, bei dem Rädchen nicht optimal ineinander greifen, kann eine Blockade in einem Bereich eine Störung in einem anderen auslösen. Osteopathen arbeiten wie Chiropraktiker mit den Händen, mobilisieren Gelenke, stimulieren die bindegewebsartigen Faszien und aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers.


29.03.2014
Autor: Barbara Forro
© CAVALLO
Ausgabe Juni 2013/2013