Endometritis: Fruchtbarkeitsstörungen bei Stuten - Tupferprobe

Wie wird die Tuperprobe richtig genommen?

Tipps für die Tupferprobe: Fruchtbarkeitsstörungen bei Stuten werden oft durch Keime ausgelöst. Diese können Entzündungen der Gebärmutter verursachen. Häufig finden sich die bakteriellen Erreger im Stall. Eine Gebärmutter-Tupferprobe weist die Keime nach.

Damit die Aussage zur Genitalgesundheit der Stute zuverlässig ist, ist die Tupferprobenentnahme immer Teil einer gynäkologischen Untersuchung, die vom Hoftierarzt durchgeführt wird. Dieser wird dazu ein besonderes Instrument (Spekulum) verwenden, das ihm zugleich die Beurteilung des Zustandes der Genitalschleimhäute ermöglicht. Zeitgleich wird der Untersucher dann die besagte Tupferprobe entnehmen.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Tupfer nicht mit Keimen aus der Scheide oder dem äußeren Genitalbereich verunreinigt wird. Wichtig ist auch, dass der Tierarzt die Probenahme in der Rosse, also bei geöffnetem Muttermund vornimmt. Tupferentnahmen direkt aus der Scheide oder vom Muttermund (Zervix) sind aktuellen Studien der Uni Gießen zufolge nicht geeignet, die Geschlechtsgesundheit zu attestieren, weil die bakteriologischen Befunde zwischen Vagina und Gebärmutter erheblich voneinander abweichen.

Zudem birgt eine vaginale Beprobung das Risiko, dass nachgewiesene Deckausschlusskeime häufiger nachgewiesen werden als in der Gebärmutter, obwohl sie in der Scheide nicht therapiert werden müssen. Zu solchen Deckausschlusskeimen, bei denen eine vorherige Behandlung nötig ist, zählen beta-hämolysierende Streptokokken, Klebsiellen, hämolysierende Escherichia coli, Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Hefepilze.


06.02.2014
Autor: Dr. Michael Zschöck / Dr. Tobias Eisenberg
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