Massageprodukte für Pferde im Test

Massage mit Igelbällen

Vom einfachen Igelball bis zur Vibrations-Schabracke – wir haben neun Massagehelfer in der Praxis getestet. Das war teils Wellness fürs Pferd, teils ziemlich nervend.

 

CAVALLO Massageprodukte
Foto: Lisa Rädlein Die Igelbälle rollt der Masseur mit der flachen Hand übers Pferdefell. Igelbälle, fünf Bälle in verschiedenen Größen, Online-Versand, cirka 14 Euro

Wer sein Pferd mit Igelbällen massiert, braucht Zeit und starke Hände. Lohn der Mühe: Wellness für unser Testpferd.

Igelbälle kennen viele Reiter, um die eigene Wahrnehmung sowie das Feingefühl zu trainieren und die Durchblutung anzuregen. Aber auch Pferden kann man die Kugeln übers Fell rollen.

Unser Testpferd ließ sich am Hals und entlang des Mähnenkamms ausgesprochen gerne damit massieren. Vorteil der Bälle: Durchs Rollen konnte man auch mal gegen den Strich massieren, ohne dass es dem Testpferd unangenehm war – auch an sonst eher kitzeligen Körperpartien. Der Massagedruck ließ sich gut variieren, indem der Ball mal mit mehr, mal mit weniger Kraft gegen das Fell gedrückt wurde.

Die Crux der Kugeln liegt quasi auf der Hand: Die Igelball-Massage ist bei einem großen Pferd ziemlich zeitaufwändig. Außerdem kostet sie Kraft: Der Masseur muss den Ball ständig mit flach ausgestreckter Hand gegen das Pferd drücken und kann ihn nicht einfach greifen. Hand und Arme ermüden schnell. Im Training lief das Testpferd anschließend wie gewohnt. Vielleicht haben wir die Muskeln nicht besonders gelockert, aber für Wellness beim Pferd gesorgt.

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CAVALLO Massageprodukte
Foto: Lisa Rädlein Der Roller hat acht Rädchen mit Noppen, die das Pferd massieren. Massageroller mit acht Rollen, Drogeriemarkt, rund fünf Euro

Massageroller

Einfach über Verspannungen hinwegrollern? In unserem Praxis-Test klappt das vor allem gut an großflächigen Muskelpartien.

Dieser Roller hat acht Rädchen mit Kunststoffnoppen und einen Holzgriff. Modelle aus Plastik lassen sich einfach abwaschen – so können Mensch und Pferd davon profitieren. Die Massageroller sollen Reflexe in Muskeln und Nerven auslösen, die Durchblutung fördern und so den gesamten Organismus aktivieren.

Unser Testpferd reagierte auf die Massage insgesamt relativ gleichgültig. Die Massage der Kruppe genoss es allerdings deutlich. Diese großflächige Körperpartie des Pferds ließ sich auch am einfachsten und effektivsten bearbeiten; denn geradeaus rollte es sich besser als um enge Kurven. Möchte man gezielt massieren, zum Beispiel entlang des Mähnenkamms, kommen nur die vorderen Rollen zum Einsatz, die hinteren Rollenpaare liegen dann nicht auf. Auf diese Weise lässt sich der Druck bei der Massage gut regulieren. Das Rollern selbst war auf Dauer recht anstrengend.

Im Anschluss lief unser Testpferd etwas lockerer als ohne Massage. Der Hinterhand hat es offenbar gut getan.

Fotostrecke: Gebisslose Zäume im Test

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CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein

Fotostrecke: Fotostrecke: Regendecken im Labor-Test

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CAVALLO Regendecken Foto: Rädlein
CAVALLO Regendecken Foto: Schönewald
CAVALLO Regendecken Foto: Schönewald

Fotostrecke: Hufschlagräumer im Test

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CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein

12.12.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe /2016