Medical Training: So bereiten Reiter ihre Pferde auf Tierarzt-Besuche vor

Clickertraining mit Erfolg

Schluss mit zappelnden Pferden beim Tierarzt: Machen Sie es wie die Profis im Zoo. Mit Medical Training bereiten Sie Ihr Pferd spielend auf Behandlungen vor.

Fotostrecke: Fotostrecke: Medical Training für Pferde

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CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin Foto: Lisa Rädlein
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CAVALLO Medical Training Tierarzt Pferdemedizin
Foto: Lisa Rädlein Wallach Spacy berührt das Target mit der Nase. Die Trainerin clickt.

Das brauchen Sie: Die Ausrüstung ist übersichtlich: Sie benötigen einen Clicker, viele Leckerchen und ein paar Leckerbissen, die Ihr Pferd besonders gern mag wie etwa Möhren. „Diese Happen bekommt das Pferd als Jackpot für eine ganz tolle Leistung“, sagt Trainerin Susanne Nees. Targets können Sie im Tierfachhandel kaufen (ab zirka 10 Euro), oder Sie basteln sich selbst ein Zielobjekt, indem Sie etwa einen Gertenknauf mit einer Bandage und Klebeband umwickeln.

Kennenlernen von Clicker & Target: Zunächst bringen Sie dem Pferd bei, was das Click-Geräusch bedeutet: „Das hast du toll gemacht, gleich gibt‘s ein Leckerchen.“ Dazu clicken Sie einfach und füttern sofort ein Leckerli. Pferde begreifen den Zusammenhang binnen kürzester Zeit. Der Verständnis-Test: Das Tier wendet nach dem Click seinen Kopf zum Leckerli-Beutel. Das Target machen Sie dem Pferd so schmackhaft: Halten Sie dem Tier das Zielobjekt vor die Nase. Stupst es dagegen, clickern Sie und geben Leckerli. Schon nach ein paar Wiederholungen wissen die meisten Pferde, dass sie das Zielobjekt mit der Nase berühren sollen. Fehler wie das Herumkauen auf dem Stock ignorieren Sie.

Ruhewort: „Bringen Sie Ihrem Pferd ein Ruhewort bei“, rät Trainerin Susanne Nees. Dieses Wort, zum Beispiel „Sonne“, sagen Sie immer, wenn Ihr Pferd entspannt und ruhig steht. So können Sie Ihr Pferd mit Stimme gezielter beruhigen.

Check

Punkt 1: Zerlegen Sie jede Übung in kleine Teile, abgestimmt auf Ihr Pferd. Gehen Sie erst einen Schritt weiter, wenn der vorherige sicher sitzt. Im Zweifel: einen Schritt zurück.

Punkt 2: Denken Sie sich klare Stimmkommandos aus. Das Wort sagen Sie stets, wenn das Pferd die Übung richtig macht.

Punkt 3: Generalisieren Sie das Training: Was daheim im Stall mit bekannten Menschen funktioniert, klappt an einem anderen Ort mit Fremden noch lange nicht. Je mehr Dinge Ihr Pferd kalt lassen, desto besser.

Punkt 4: Machen Sie nicht zu früh ernst, etwa mit der Wurmkur. Erwarten Sie im Notfall nicht zu viel: Schmerzen stressen Pferde enorm. Womöglich hält es nicht optimal still.

Punkt 5: Ins Gedächtnis rufen: Wiederholen Sie auch Übungen, die gelingen, immer mal wieder.

Fotostrecke: Sonografie: Ultraschall-Untersuchung am Pferd

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CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners

09.11.2012
Autor: Linda Krüger
© CAVALLO
Ausgabe 03/2012