Alte Wunden - neue Leiden: Narben gehen Pferden unter die Haut

Narben: Laserlicht lässt Wulste schrumpfen

Jede Wunde und jede Operation hinterlässt Narben, die Pferde krank oder unreitbar machen können. Lassen sich selbst alte Einschnitte kurieren? CAVALLO hat Tierärzte dazu befragt.

 

CAVALLO Serreta
Foto: Slawik Nicht schön: Narben von der Serreta.

Selbst ältere Einschnitte lassen sich aber noch kurieren. Tierarzt Uwe Petermann behandelt Narben mit lokaler Lasertherapie oder Laserakupunktur. „Beides hat eine optimale entzündungshemmende und gewebsheilende Wirkung. Die Narbenstruktur wird umgebaut, weil sich das krankhafte Gewebe, welches die Störung hervorgerufen hat, au£ öst“, sagt Petermann. Wulste werden flach, geschmeidig und schrumpfen.

Bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikum (meist Procain) so in das Störfeld injiziert, dass dieses vorübergehend vom vegetativen Nervensystem abgekoppelt wird. Das stoppt chronische Reizzustände. Manche Therapeuten schwören auf Farblicht. Je nach Farbwahl soll es den Blutstrom aus kalten Narben anregen oder aus warmen ableiten. „Gute Durchblutungshelfer sind Blutegel, die man am Störfeld ansetzt“, erklärt Dr. Ina Gösmeier.

Blutegel verdünnen mit ihrem Speichel das Blut und regen den Körper an, mehr Blut in die kranke Region zu schicken. Durchblutungshilfe kommt auch aus der Steckdose: Elektrischer Strom erzeugt heilende Strahlen, Wellen oder Magnetfelder. Hilfreich sind zudem Tapes. „Sie lockern Verklebungen, normalisieren den Muskeltonus und verbessern die Durchblutung“, sagt Dr. Ina Gösmeier. „Da Tapes Bewegungsabläufe verändern können, sollten Sie Ihr Pferd genau beobachten. Und denken Sie an alte Wunden, wenn Ihr Pferd plötzlich buckelt, lahmt oder hustet.

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Fotostrecke: Nachtschicht: Bilder aus der Pferdeklinik

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Pferdekliniken Notdienste Medizin Koliken Foto: Kraufmann
Pferdekliniken Notdienste Medizin Koliken Foto: Kraufmann
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24.05.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Regina Kühr
© CAVALLO
Ausgabe 04/2012