Pferdeauge: Hornhaut-Geschwüre erkennen

Krankheitsverlauf

Pferdeaugen sind sensibel: Scheuern, Insektensprays oder schief wachsende Wimpern können das Pferdeauge so reizen, dass sich Geschwüre bilden. Wie kann der Tierarzt die Erkrankung stoppen?

Zerstörung von Gewebe:

Ist ein Hornhautgeschwür zunächst noch oberflächlich, werden bald tiefere Schichten angegriffen und zerstört – bis zur Descementschen Membran. „Wird auch diese Membran perforiert, ist ein Auslaufen des Auges möglich“, sagt Augenspezialist Dr. Willy Neumann. Dabei tritt Kammerwasser aus und der Augapfel kollabiert. Die Zerstörung von Gewebe kann schnell voranschreiten.

Vorfall (Prolaps) der Iris:

Ist die Hornhaut im Pferdeauge ist perforiert, kann die Iris heraustreten und das Loch zeitweise verschließen. Die Iris, auch Regenbogenhaut genannt, ist die Blende des Auges. Sie trennt vordere und hintere Augenkammer. Das Auge muss schnell chirurgisch versorgt werden.

Ablösung der Netzhaut:

„Reißt die Descementsche Membran, löst das Prozesse im Auge aus, die bis zur Netzhautablösung führen können“, sagt Dr. Willy Neumann. Dazu zählen Blutungen im Auge und das Sinken des Augeninnendrucks. Außerdem werden Stoffe wie das Gerinnungsprotein Fibrin freigesetzt. Löst sich die Netzhaut ab, ist das Pferd dauerhaft blind, auch wenn man den Augapfel retten kann.

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30.03.2015
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe /2015