Pferdefell: Haare brauchen Zink und Selen

Vorsichtig füttern

Gesund durch den Fellwechsel: Warum Zink und Selen jetzt so wichtig sind.

In der Theorie ist beides nicht gut, in der Praxis wird’s trotzdem oft genug gemacht. Wie krank macht das Füttern im Blindflug tatsächlich unsere Tiere? „Zu wenig Selen muss ein Pferd nicht zwingend krank machen“, sagt Professor Ellen Kienzle vom Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Tatsächlich geht es vielen Pferden trotzdem offensichtlich gut. Allerdings rät sie allen Reitern, bedarfsgerecht zu füttern. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass die Tiere eine Unterversorgung problemlos wegstecken. „Wer nur Heu und Hafer füttert, kann fast sicher davon ausgehen, dass Selen zu knapp ist“, weiß die Expertin. Das ist eine gute Orientierung für alle Reiter.

Ähnlich sieht es beim Spurenelement Zink aus. Die Basis-Futtermittel enthalten zu wenig fürs Pferd. Auch hier gilt: Einen Mangel sieht man den meisten Tieren nicht mit bloßem Auge an. „In all den Jahren meiner Tätigkeit habe ich nur ein einziges Pferd gesehen, das klinisch auffällig war und Mangel-Symptome zeigte“, berichtet Professor Ellen Kienzle.

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23.03.2015
Autor: Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe /2015