Pferdehaut schützen: Fliegenabwehr mit natürlichen Mitteln?

Das stärkt die Pferdehaut von innen

Empfindliche Pferdehaut ist im Sommer ganz schön geplagt. Mückenabwehr und Pflege sollten daher besonders mild sein. Wie gut helfen natürliche Mittel? CAVALLO macht den Test und hat Tipps für Reiter.

Schmieren und Salben allein hilft nur äußerlich: Mit angepasster Fütterung und den richtigen homöopathischen Mitteln können Reiter ihre Ekzemerpferde auch von innen schützen. Das Sommerekzem ist auf den ersten Blick ein äußeres Problem, das jedoch von innen kommt. So ist der Ansatz logisch, das Problem auch innerlich anzugehen. „Sie können die Hautbarriere des Pferds von innen stärken“, sagt Dr. Ursula Mayer, Hauttierärztin aus München. „Hierfür sollten Sie den Mineralstoffhaushalt Ihres Pferds im Blick haben.“ Bekommt es ausreichend Zink, Biotin und Selen?

Auch die essentiellen Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 sind für die Schutzfunktion der Haut wichtig. „Diese Fettsäuren sind in der Haut sowie in Hautzellen in der Zellmembran eingebaut, wo die Entzündungen sitzen“, erklärt die Hauttierärztin. Eine Zugabe über das Futter kann die Haut stärken. Etwa mit Hilfe von Leinsamen oder Leinöl. Beides wirkt entzündungshemmend. Heilpraktikerin Claudia Bergmann-Scholvien weist auf ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis hin. „Dazu reicht es aber, wenn Sie ausreichend gutes Heu und wenig Kraftfutter füttern.“ Kupfer und Zink sind ebenfalls wichtig fürs Pferd: „Das Spurenelement Kupfer etwa stärkt die Abwehr und unterstützt die Wundheilung“, sagt Bergmann-Scholvien.

Als Heilpraktikerin setzt sie bei Ekzemern auf homöopathische Mittel, die den Hautstoffwechsel unterstützen. „Sie müssen aber daran denken, dass es hier zu einer Erstverschlimmerung kommen kann. Das richtige Mittel zu finden, ist daher sehr wichtig.“ Zum Einsatz kommen etwa Sulfur D6 gegen Juckreiz und schuppiges Fell oder Zincum metallicum D6 bei Juckreiz mit Borken und Krusten.

Claudia Bergmann-Scholvien setzt zur innerlichen Behandlung auch Kräuter ein, die vor allem den Körper entgiften und den Stoffwechsel anregen sollen. „Hierbei helfen etwa Brennnessel, Löwenzahn oder Artischocke“, sagt die Heilpraktikerin. Sie rät zu getrockneten Kräutern oder Tee, der über das Futter gegossen wird. „Das ist meist wirksamer und leichter zu füttern als Kräuter in Pulverform.“

Eine weitere Hilfe von innen können Sie mit Schüßler-Salzen leisten. „Gut gegen Juckreiz ist etwa Salz Nummer sieben“, erklärt Claudia Bergmann-Scholvien. Als das Fell- und Hautsalz wird Nummer sechs bezeichnet. Ihr Tipp: „Damit Schüßler-Salze schneller wirken können, sollten sie sinnvoll mit einem Fachmann abgestimmt werden, damit Ihr Pferd die Salze bekommt, die es wirklich benötigt.“

Fotostrecke: Fotostrecke: 6 Fliegenmützen im Test

8 Bilder
CAVALLO Fliegenmützen für Pferde im Test Foto: Rädlein
CAVALLO Fliegenmützen für Pferde im Test Foto: Rädlein
CAVALLO Fliegenmützen für Pferde im Test Foto: Einhorn

Fotostrecke: Fotostrecke: Weidezaun-Prüfgeräte im Test

6 Bilder
Weidezaun-Prüfgeräte AKO wireless Foto: Lisa Rädlein
Weidezaun-Prüfgeräte Lister DV 87 Foto: Lisa Rädlein
Weidezaun-Prüfgeräte AKO Tester AKO Foto: Lisa Rädlein

17.06.2013
Autor: Kristina Hofer
© CAVALLO
Ausgabe Juli 2013/2013