Schritt für Schritt: Lungen-Check beim Pferd

Mehr zu dieser Fotostrecke:   So läuft ein Lungen-Check ab

Zurück Weiter So läuft ein Lungen-Check korrekt ab
Foto: Fellner
Bevor die Untersuchung am Pferd startet, spricht Dr. Enno Allmers mit dem Reiter. Denn der Besitzer kennt das Pferd im Alltag, bemerkt Veränderungen als Erster und ist daher ein wichtiger Helfer bei der Diagnose.

Der Tierarzt klärt folgende Fragen:
* Seit wann hustet der Patient?
* In welchen Situationen tritt Husten auf – beim Training, beim Füttern?
* Gab es Nasenausfluss?
* Sind weitere Pferde im Betrieb krank?
* Hatte das Pferd Fieber?
*Ermüdet das Pferd im Training schneller?
* In welcher Haltung lebt das Tier?
* Steht es auf Stroh oder Spänen?
* Welches Futter bekommt es?
* Ist beim Pferd eine Allergie bekannt?

„Durch das Gespräch gewinne ich wichtige Hinweise auf die Schwere der Erkrankung“, sagt Dr. Allmers. Schließlich macht es einen Unterschied beim Ausmaß der Erkrankung, ob das Pferd seit einer Woche hustet – oder bereits seit Jahren. Nach dem Vorgespräch mit dem Besitzer startet die klinische Untersuchung des Pferds. Dabei checkt der Experte Punkt für Punkt den Körper des Patienten.

Körpertemperatur messen: Hat das Pferd Fieber, ist das ein Hinweis auf eine akute Infektion durch Bakterien oder Viren. Bei hohem Fieber ab 39,5 Grad nimmt der Tierarzt keine vollständige Untersuchung mit Belastung und Sedierung vor. Er nimmt aber Blut ab und checkt die Entzündungswerte. So lässt sich beurteilen, ob es eine Infektion gibt und wie schwer diese ist.

Das könnte Sie auch interessieren:

Mehr zum Thema

31.07.2017
Autor: Alena Brandt
© CAVALLO
Ausgabe 07/2017