TTouch für Pferde: Linda Tellington-Jones im Porträt

TTouches fördern Vertrauen

Linda Tellington-Jones, die mit ihrem Mann auf Hawaii lebt, hat die weltberühmten TTouches für Pferde erfunden. Ihr internationaler Durchbruch begann in Deutschland 1975 auf der Pferdemesse Equitana in Essen. CAVALLO stellt ihr Trainingsmethode vor.

Fotostrecke: Fotostrecke: TTouch für Pferde - Linda Tellington-Jones Porträt

14 Bilder
CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald

 

CAVALLO Linda Tellington-Jones
Foto: Udo Schönewald Der Unterhals verrät Linda Tellington-Jones viel über Charakter und Gesundheit eines Pferds. Bei der sensiblen Zarin ist der Unterhals recht straff.

Ein Pfeiler der Tellington-Methode sind kreisförmige und streichende Berührungen, die das Körperbewusstsein fördern und das Vertrauen von Pferden wecken sollen. Die Erfinderin korrigierte früher Problempferde, hat eine erfolgreiche Sportreiterkarriere hinter sich und bildete Reitlehrer aus. 1978 beendete die Kanadierin ihre vierjährige Ausbildung bei Physiker Dr. Moshe Feldenkrais, dessen Grundlagen sie zu einer neuen Art des Pferdetrainings inspirierten.

Alle TTouches tragen Namen, die leicht zu behalten sind, Assoziationen wecken und eine Verbindung zu Tieren darstellen, mit denen der Weltstar arbeitete. Der „Wolkenleopard“ etwa stammt von einer jungen Leopardin, die sie im Zoo von Los Angeles entdeckte. Das Raubtier war zu früh entwöhnt worden. Es hatte einen neurotischen Knet- und Saugreflex, den die Trainerin mit kleinen Kreisen an Maul und Pfoten stoppte.

Kreisende TTouches im Eineinviertel-Kreis sind das Herzstück der Tellington-Methode. Sie werden in der Regel im Uhrzeigersinn ausgeführt. TTouches fühlen sich nicht nur gut an, sondern wirken vertrauensbildend und helfen, Empfindlichkeiten und Angst zu erkennen. Das Tempo für einen Kreis liegt zwischen einer und drei Sekunden – schnell wirkt aktivierend, langsam beruhigt. Wichtig: Die Kreise werden nur einmal an einer Stelle ausgeführt. Gleiten Sie von da aus weiter ohne abzusetzen über den Körper. Das erzeugt bei Pferden das Gefühl der Verbundenheit. Nur bei Verletzungen oder Schmerzen setzen Sie ab.


01.09.2013
Autor: Regina Kühr
© CAVALLO
Ausgabe Juli 2013/2013