TTouch für Pferde: Linda Tellington-Jones im Porträt

TTouches erforschen Pferdekörper

Linda Tellington-Jones, die mit ihrem Mann auf Hawaii lebt, hat die weltberühmten TTouches für Pferde erfunden. Ihr internationaler Durchbruch begann in Deutschland 1975 auf der Pferdemesse Equitana in Essen. CAVALLO stellt ihr Trainingsmethode vor.

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CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald
CAVALLO Linda Tellington-Jones Foto: Udo Schönewald

 

CAVALLO Linda Tellington-Jones
Foto: Udo Schönewald Die weltberühmte Pferdetrainerin reitet Zarin mit Halsring.

Erforschen Sie Ihr Pferd mit langsam streichenden Bewegungen der flachen Hand. So erkennen Sie, ob es empfindsame Bereiche hat oder Ihrer Berührung überall vertraut. Für die TTouches können Sie Fingerkuppen oder -spitzen, die flache oder gewölbte Hand benutzen, je nachdem, was Ihnen und Ihrem Pferd angenehm ist.

Der geringste Druck auf einer Skala von 1 bis 10 ist so leicht, wie Sie auf sanfteste Art die Haut verschieben können. Bei Schmerzen oder Entzündungen eignen sich leichteste Berühungen. Die Druckstärke 2 oder 3 ist etwa empfehlenswert, um Vertrauen zu schaffen.

Wie viel Druck Ihrem Pferd gut tut, hängt auch von seinem Temperament ab. Dieses prüfen Sie zum Beispiel mit einem TTouch am Genick. Die empfindliche Zarin reagiert hier schon bei einem Druck von 2 auf den dritten Halswirbel, bis sie den Kopf senkt.

„Kopf senken ist zudem ein Vertrauenstest“, sagt Linda Tellington-Jones. Ihr Tipp: Das Kopfsenken können Sie einem Pferd schmackhaft machen, indem Sie mit einer weichen, gleitenden Bewegung vom Schopfanfang bis in die Haarspitzen streichen. „Das hilft auch, um bei berührungsempfindlichen Pferden an Ohren und Genick heranzukommen.“


01.09.2013
Autor: Regina Kühr
© CAVALLO
Ausgabe Juli 2013/2013