Vorsicht Wespen: Fallobst auf Koppeln einsammeln

CAVALLO Weide Koppel
Foto: Schmäing
Der Herbst kommt, das Fallobst sammelt sich auf den Weiden und damit leider viel zu oft die Kolikpatienten bei den Tierärzten. Doch das muss nicht sein, wenn man einige einfache Regeln beachtet.

Faule Früchte können die Verdauung von Pferden empfindlich stören und heftige Fehlgärungen, Aufgasungen und Verlagerungen vor allem im Dickdarm bis hin zu Koliken und Rehe verursachen.

Besonders wenn sich Pferde unbegrenzt am vermeintlich gesunden Obst unter Weidebäumen bedienen können. Im Zweifel sollte man das Fallobst – und erst recht die mit Pilztoxinen belasteten schimmeligen Früchte - also lieber sorgfältig absammeln.

Zumal noch eine ganz andere Gefahr in den Früchten lauern kann: Wespen, die leicht mitgefressen werden und mit ihren Stichen dann schnell zu lebensbedrohlichen Symptomen wie Ödemen am Kehlkopf führen, die dem Pferd die Luft rauben.

Hier nützt Erste Hilfe durch Kühlung überhaupt nichts, Sie müssen sofort den Tierarzt rufen. Unreifes Obst hingegen schadet in kleinen Mengen den wenigsten Pferden, doch auch hier sollten größere Ansammlungen sicherheitshalber aufgelesen werden.

Zwetschgen können ein Pferd durch ein in ihren Samen angelagertes cyanogenes Glykosid, das sich im Darm zu Blausäure wandelt, zwar tatsächlich vergiften, wenn der Kern geknackt wird – in der Regel werden die blauen Früchte aber sowieso verschmäht.

08.09.2014
Autor: Redaktion CAVALLO
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