Wenn Pferde sterben: Erlösen, einschläfern, Abdecker - Hilfe für Reiter

Tabuthema Pferdetod

CAVALLO Wenn Pferde sterben
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Erlösen, einschläfern, Abdecker: Stirbt das Pferd, leidet der Mensch. Sogar routinierten Profis geht das an die Nieren. Wie man mit der Trauer um? CAVALLO hat Reiter und Pferdebesitzer nach ihren Erfahrungen befragt.

 

Pferdetod Einschläfern
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Eines Tages kam Ganimedes nicht mehr auf die Beine. Auch nicht zum Fressen. „Ich verstand, dass die Zeit des Abschieds gekommen war. Die Pferde zeigen uns, wenn sie soweit sind“, sagt Dressurreiterin Monica Theodorescu, die ihr Olympiapferd im Alter von 28 Jahren einschläfern ließ. „Ich musste kein schlechtes Gewissen haben. Ganimedes hatte ein langes und gesundes Leben.“

Britta Rasche, die ihre Pferde klassisch und iberisch ausbildet, sagt es so: „Wenn sich ein altes Pferd kaum mehr bewegen kann, sollte man es erlösen. Vor dieser letzten Verantwortung darf sich der Mensch nicht drücken.“ Klare Worte für das, was für viele Reiter und Pferdehalter immer noch ein Tabu ist: Sterben und Tod des Pferds. Viele akzeptieren zwar, dass sie als Besitzer für die Lebensqualität ihres Tiers verantwortlich sind. Verdrängt wird gern, dass dies lebenslang gilt – und den Tod einschließt. Dabei sollte sich jeder Pferdebesitzer frühzeitig damit befassen, dass irgendwann der Abschied kommt.


31.07.2012
Autor: Diana Maier
© CAVALLO
Ausgabe 03/2009