Wurmkur fürs Pferd: Selektive Entwurmung und Weidehygiene
Pferde selektiv und effektiv entwurmen
Mit dem Parasiten-Planer entwurmen Reiter ihre Pferde jetzt gezielt und effektiv. Die vorbeugende Wurmkur für Pferde ist ausgelutscht. Plus: Entwurmungs-Plan für Pferde!
Die Mühe lohnt sich: Wer die Pferdeweide mindestens einmal wöchentlich abäpfelt, spart sich ganz oft die Wurmkur.
Foto: Stuewer
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Würmer sind beängstigend flexibel. Mit der vierteljährlich empfohlenen Dosis Chemie sind sie nicht auszurotten. Im Gegenteil: Immer mehr Schmarotzer überleben, weil falsch und zu oft entwurmt wird. Clevere Pferdebesitzer stellen ihre Entwurmungs-Strategie um. Sie greifen gezielt zur Wurmkur. Die neue Taktik gegen alte Feinde heißt selektive Entwurmung. Zusammen mit penibler Weidehygiene ist dies aktuell die beste Waffe gegen blinde Passagiere im Pferd. Die Notbremse zogen Fachleute vor zwei Jahren.
„Die selektive Therapie ist die einzige Chance, der steigenden Zahl von resistenten Würmern zu begegnen, die sich mit gängigen Medikamenten nicht mehr sicher bekämpfen lassen“, betont Professor Kurt Pfister, Leiter des Instituts für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie der Veterinärmedizinischen Fakultät an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Pfister und Tierärztin Dr. Anne Becher sind bundesweit Vorreiter beim nachhaltigen Parasiten-Programm. Jetzt gibt es einen aktualisierten Plan. Der Kern der Strategie ist unverändert: „Entwurmen Sie nur, wenn es wirklich nötig ist, und testen Sie, welche Wurmkur tatsächlich wirkt. Mit diesem Mittel entwurmen Sie bei Bedarf weiter und wechseln nicht einfach im folgenden Jahr den Wirkstoff“, sagt Dr. Anne Becher. Denn Würmer sind nicht das Böse schlechthin - solange sie nicht resistent sind. Jede Wurmkur ohne Wurm- und Wirkungsnachweis erhöht jedoch genau diese Gefahr. Das ist immer mehr Pferdebesitzern und Tierärzten bewusst. Forschungen belegen, wie wichtig das Umdenken ist. „Der Wirkstoff Ivermectin wirkt beispielweise heute oft deutlich kürzer als noch vor Jahren: Pferde können bereits nach zirka fünf Wochen wieder Wurmeier ausscheiden“, sagt Becher. In Großbritannien gibt es sogar einen Gnadenhof für Esel, wo inzwischen jedes Mittel gegen kleine Strongyliden versagt. Abäpfeln ist hier die einzige Chance, den Befall einzudämmen.
Tipp:
Weidehygiene schützt Pferde vor starkem Wurmbefall. Entfernen Sie mindestens einmal wöchentlich die Pferdeäpfel von der Koppel. Ist das Wetter sehr heiß und trocken oder sind die Temperaturen sehr niedrig, reicht das Intervall. Ist es warm (10 bis 20 Grad C) und feucht, sollten Sie alle zwei Tage abäpfeln.
Kostenloser Download: Entwurmungsplan für Pferde Kostenloser Download: Anweideplan für Pferde
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