20 Heucob-Sorten: Test auf Handling und Geschmack

Heu- & Wiesencobs im Test

Heucobs sind wie Tütensuppen in der Pferdefütterung. Lassen sie sich wirklich so einfach zubereiten? CAVALLO testete bei 20 Cob-Sorten Handling und Geschmack. Hier sind die Ergebnisse!

Was sind Heu- & Wiesencobs?

Grascobs werden aus älterem Gras gewonnen, das getrocknet und dann zu Cobs verarbeitet wird. Heucobs werden aus fertigem Heu hergestellt. Das Heu aus dem Futtersack kann die Raufutterration ergänzen, etwa wenn die Qualität des Heus nicht die beste ist. Auch ältere Pferde mit schlechten Zähnen, staubempfindliche Allergiker oder Hungerhaken profitieren von dem Heuersatz.

Welche Sorten wurden getestet?

Elf Produkte kamen auf den Prüfstand: Heu-Cubes von Eggersmann, Heucobs staubfrei und Heucobs medium von Mühldorfer, Palatin Glyx-Wiese Heucobs von St. Hippolyt sowie Heucobs von Höveler, Deuka, Lexa und RidersPartner. Dazu kamen Wiesen-Cobs von Marstall, Pre-Alpin Wiesencobs von Agrobs und Wiesengrascobs von www.heucobs.com.

CAVALLO Praxis-Erfahrung

Die Heucobs hatten sehr unterschiedliche Formen und Strukturen. Lexa und St. Hippolyt erinnern eher an kleine Pellets, die übrigen Cob-Sorten waren dicker, teilweise sogar fingerdick. Die Cob-Sorten im Test waren bis auf die von Eggersmann und Marstall so hart gepresst, dass sie sich nicht mit den Fingern zerbröseln ließen.

Nicht zu jeder Cob-Sorte gab es vollständige Zubereitungshinweise des Herstellers; die fanden sich nur bei Agrobs und Eggersmann. Auf den restlichen Futtersäcken gab es lediglich Angaben zur Wassermenge. Die Cobs von Höveler und Mühldorfer (staubfrei) sollen auch trocken gefüttert werden können, was wir im Test aber nicht taten: Denn Heucobs können im Pferdemagen stark quellen.

Die Herstellerangaben stimmten nicht immer. Einige Cobs brauchten deutlich mehr Wasser als angegeben: Eggersmann, Agrobs, Lexa, Heucobs.com, St. Hippolyt, Mühldorfer (medium) und Deuka. Bei Höveler und Mühldorfer mussten die Tester ausprobieren, wie viel Einweichzeit und Wasser nötig war. Das erschwerte die Zubereitung; die Tester brauchten mehrere Anläufe, bis der optimale Brei gelang. Bei Marstall und RidersPartners passten die Angaben zur Wassermenge.

In punkto Einweichzeit gab es deutliche Unterschiede: Die Cobs von Agrobs, Eggersmann, Marstall und RidersPartners sind schnell zuzubereiten, sie brauchen nur ein kurzes Wasserbad von etwa 15 Minuten. Doppelt so lange weichten die Medium-Variante von Mühldorfer und die Cobs von Heucobs.com ein. Richtig viel Zeit brauchten die Tester für die Cobs von Mühldorfer
(staubfrei), Deuka, Lexa, St. Hippolyt und Höveler: Hier lag die Einweichzeit bei 45 Minuten oder länger.

Zudem mussten die Tester mehrmals umrühren. Mit kaltem Wasser lösten sich nur die Cobs von Eggersmann, Agrobs, Marstall und RidersPartners gut auf. Die restlichen Cobs brauchten warmes bis heißes Wasser. Die Sorten von Höveler, von Mühldorfer und Heucobs.com ergaben einen eher festen Brei. Hier war es nicht ganz einfach, die optimale Konsistenz zu treffen: Mal wurde der Brei zu fest, mal zu wässrig wie Rahmspinat.

Einfacher war es mit den übrigen faserigen Sorten, weil diese viel Wasser aufsogen – so viel, dass die Tester nach dem ersten Quellen oft noch Wasser nachfüllen mussten. Der Brei war wie Risotto: etwas feucht, aber nicht zu matschig. So sollte es sein.

 

CAVALLO Heucobs im Test
Foto: Rädlein Ein Testkriterium: Wie gut lösen sich die Cobs auf?

CAVALLO Fazit

Ideal waren Cobs, die nur kurz einweichen mussten, bei denen kaltes Wasser genügte und die Breikonsistenz gut war. Hier konnten die Cobs von Eggersmann, Agrobs, Marstall und RidersPartners punkten.

Fotostrecke: Fotostrecke: Heubedampfer für Pferde selbst bauen

7 Bilder
Heu Heustaub Haygain Heubedampfer Foto: Lisa Rädlein
Heu Heustaub Haygain Heubedampfer Foto: Lisa Rädlein
Heu Heustaub Haygain Heubedampfer Foto: Lisa Rädlein

17.10.2016
Autor: Redaktion CAVALLO / Böke
© CAVALLO
Ausgabe /2016