Abschwitzdecken für Pferde im Test

Pferdesolarien, Föhn, Scheren und mehr

Abschwitzdecken gibt es in verschiedenen Preisklassen und Materialien. Bewirken sollen die Decken dasselbe: Feuchtigkeit vom Pferd weg leiten. CAVALLO machte den Test!

Sonnenstudio für den Vierbeiner

Pferde-Solarien sind eine feine Sache: Unter Infrarotlicht verdampft Feuchtigkeit besonders gut, vor allem, wenn das Gerät auch eine Heißluftfunktion hat. Aber Vorsicht: Halten Sie immer einen Sicherheitsabstand von mindestens 80 Zentimetern zwischen Pferd und Lampen ein. Sonst drohen der Haut Ihres Vierbeiners schmerzhafte Verbrennungen!

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Der Föhn in der Box - gruselig, aber gut

Er sieht aus wie ein großes Solarium und hängt an der Decke: der Pferdeföhn in meinem alten Stall. Mein Wallach Donald fürchtete sich allerdings anfangs vor der gefliesten Föhnbox. Also gab es mehrere Tage Gewöhnungstraining. Als Donald sich im Raum entspannt hatte, konnte ihn das Gebläse nicht mehr irritieren.

Im warmen Luftstrom trocknet feuchter Winterpelz deutlich schneller als normal. Und der Reiter kann sich auch gleich noch aufwärmen. Eine echte Wohltat! Auch wenn nach dem Föhnen nicht alle Haare knochentrocken waren – mein Pferd konnte danach ganz ohne Decke problemlos in seinen luftigen Kaltstall.

 

CAVALLO Abschwitzdecken
Foto: Lisa Rädlein

Wann sollte ich mein Pferd scheren?

Klar, der beste und natürlichste Wetterschutz des Pferds ist sein Winterfell. Bei manchen Vierbeinern lohnt es sich aber, über eine Teilschur nachzudenken, mit der man dem Pferd das Leben erleichtern kann: Wenn Ihr Pferd unter dem dicken Winterpelz sehr stark schwitzt, verliert es dadurch zum Beispiel reichlich wichtige Mineralstoffe. Schwedische Forscher haben außerdem herausgefunden, dass geschorene Pferde sich nach Anstrengung deutlich schneller erholen und weniger Gefahr laufen zu überhitzen als ungeschorene.

Mit einem einfachen Ralleyschnitt (siehe Foto) schwitzen Pferde bereits deutlich weniger. Bei dieser Variante wird lediglich ein Streifen Fell an Unterhals, Brust, über den Bauch bis zur Hinterhand geschoren. Eine Winterdecke braucht das Pferd damit nicht.

Abschwitzen ganz ohne Decke?

Für viele Pferde ist das sogar die angenehmere Variante. „Ein robust gehaltenes Pferd können Sie meist problemlos ohne Decke abschwitzen lassen“, sagt Tierärztin Dr. Daniela Danckert. „Grundsätzlich kommen Pferde mit Kälte nämlich deutlich besser zurecht als mit Hitze.“ Erst bei niedrigen Temperaturen um die null Grad zusammen mit einer starken Luftbewegung, die zusätzlich kühlend wirkt, trocknen Pferde besser in Ruhe unter Decke oder Solarium.

 

CAVALLO Abschwitzdecken
Foto: Lisa Rädlein

Stallmeister-Trick: mit Stroh abreiben

Stroh saugt zwar nicht schell genug, um Schweiß sofort aufzunehmen; dafür erfüllt ein Bündel Stroh einen ganz anderen Nutzen: Die rauhen Halme richten das verschwitze und verklebte Fell wieder auf. So wird Feuchtigkeit besser von der Haut weg und hin zu den Haarspitzen geleitet. Ein weiterer Trick ist es, eine Schicht Stroh unter die Abschwitzdecke zu stopfen. Das so enstehende Luftpolster isoliert und sorgt dafür, dass Schweiß besser verdunsten kann.

Fotostrecke: Reitkissen im Drucktest

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CAVALLO Reitpads - Barebackpads im Test Foto: Rädlein
CAVALLO Reitpads im Drucktest Foto: cavallo
CAVALLO Reitpads - Barebackpads im Test Foto: cavallo

Fotostrecke: Fotostrecke: Regendecken im Labor-Test

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CAVALLO Regendecken Foto: Rädlein
CAVALLO Regendecken Foto: Schönewald
CAVALLO Regendecken Foto: Schönewald

Fotostrecke: Gebisslose Zäume im Test

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CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein

06.11.2016
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe /2016