Futterautomaten für Pferde im Test

Wer füttert öfter?

Futterzeit im Pferdestall: Mensch und Maschine treten gegeneinander an. Wer versorgt Pferde besser – die Reiter oder der Futterautomat?

 

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Foto: Christiane Slawik Kraftfutter: Auf die Schippe genommen und ab in den Trog oder Eimer – so füttert der Mensch meist Hafer, Müsli und Co. Dabei sieht er die Qualität des Futters und bemerkt im Fall der Fälle auch, wenn das Pferd mal keinen Appetit hat.

Mensch: Ich muss zur Arbeit, Max. Die nächste Portion gibt’s heute Abend.
Maschine: Chip lesen, Pferd „Max“, darf eintreten und futtern.

Pferde sind Dauerfresser. Für eine optimale Verdauung benötigen sie viele kleine Futterportionen, verteilt über die 24 Stunden eines Tages. Nur welcher Reiter hat dauernd Zeit zu füttern? Keiner. Und schon haben wir den Salat; beziehungsweise die Kolik, Magenschmerzen oder Verhaltensstörung. Genau da spielt die Maschine ihren größten Trumpf aus: Sie kann immer – und das ist gesund!

Per Computer lässt sich genau festlegen, wie viele Portionen das Pferd bekommen soll und welche Menge. Die Futterstation deckt den Tisch fürs Pferd automatisch. Der Dauerfresser muss nur kommen und sich das Futter abholen.

Stellt sich die Frage: Wann ist das nötig? Da kommt sofort der Gedanke ans Kraftfutter. Zu große Portionen auf einmal sind schließlich ungesund. „Die meisten Freizeitpferde brauchen allerdings kein Kraftfutter – und daher auch keinen Kraftfutterautomaten“, sagt Dietbert Arnold, Sachverständiger für Pferdezucht- und Haltung aus Bremen. Laut dem Experten kommen selbst die Hengste in Warendorf mit drei Mahlzeiten von je 300 Gramm Kraftfutter aus, wenn sie für die Hengstparaden trainiert werden. „Nur wenn man es nicht schafft, die einzelnen Mahlzeiten unter 600 Gramm zu halten, lohnt es sich, über automatische Fütterung nachzudenken“, meint der Experte.

Und wie wäre es mit Heu in Häppchen? Raufutter-Dosierer stellen sicher, dass Pferde den ganzen Tag etwas zu knabbern haben. „Der Mensch kann das aber auch mit geschicktem Futtermanagement“, meint Dietbert Arnold. Dafür müsse man nicht öfter als zwei- bis dreimal am Tag füttern. Die größte Portion der Gesamtration (für ein Warmblut sind das etwa 2 Kilo Heu pro 100 Kilo Körpergewicht) gibt es am Abend. So hat das Pferd die Nacht über genug zu kauen.

In der ersten Runde des Duells schlägt sich der Mensch wacker. Aber die Technik startet mit einem leichten Vorsprung.

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Fotostrecke: Fotostrecke: Welches Kraftfutter brauchen Pferde?

5 Bilder
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Hafer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Gerste Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Mais Foto: Lisa Rädlein

06.11.2016
Autor: Alena Brandt
© CAVALLO
Ausgabe /2016