Futterautomaten für Pferde im Test

Alles unter Kontrolle?

Futterzeit im Pferdestall: Mensch und Maschine treten gegeneinander an. Wer versorgt Pferde besser – die Reiter oder der Futterautomat?

Mensch: Max hat heute nicht so gefressen wie sonst und wirkt schlapp.
Maschine: Pferd Max hat sich heute zwei Portionen abgeholt.

„Beim Füttern per Hand sehe ich, wie das Pferd frisst und erkenne schneller Veränderungen am Tier, etwa wenn es bei Zahnproblemen komisch kaut“, sagt Futterberaterin Tabea Stickdorn. Der Mensch nimmt also schon beim Füttern gesundheitliche Probleme beim Pferd wahr – vorausgesetzt, er ist aufmerksam. Wer nur die Schippe in den Trog leert, hat das Pferd auch nicht im Blick.

Die Maschine kontrolliert Pferde freilich nicht mit dem Auge, aber sie ist ein guter Statistiker. Viele Computer erfassen genau, wie oft sich ein Pferd seine Ration abgeholt hat. Und: Sie dokumentieren es sogar von allein. Das ist ein Pluspunkt. Doch wer interpretiert die Daten? Hier muss der Mensch ins Spiel kommen. In der Praxis ist es aber häufig so, dass der Mensch viel eher das Pferd im Blick hat als den Kontrollbildschirm. „Frisst bei mir im Aktivstall ein Pferd schlecht, habe ich das bisher immer schon wahrgenommen, bevor ich auf den Computer geschaut habe“, sagt Stallbetreiberin Katharina von Lingen.

Auch bei der Kontrolle der Futterqualität ist der Mensch unverzichtbar. Beim Heu etwa prüft der Mensch mit allen Sinnen, ob es gut ist. Das kann keine Maschine. Halten wir fest: Der Mensch hat den besseren Blick fürs Pferd und die Futterqualität. Die vierte Runde geht an ihn.

Loading  

Fotostrecke: Fotostrecke: Welches Kraftfutter brauchen Pferde?

5 Bilder
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Hafer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Gerste Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Mais Foto: Lisa Rädlein

06.11.2016
Autor: Alena Brandt
© CAVALLO
Ausgabe /2016