Futterautomaten für Pferde im Test

Was kostet ein Futterautomat?

Futterzeit im Pferdestall: Mensch und Maschine treten gegeneinander an. Wer versorgt Pferde besser – die Reiter oder der Futterautomat?

 

CAVALLO Pferdefütterung Fütterung Futterautomaten
Foto: Lisa Rädlein Präzision: Wie viel ist heute im Netz? Das Gewicht vom Heu lässt sich leicht mit Heunetz und Federwaage bestimmen. Beim Kraftfutter orientiert sich der Mensch oft am Maß der Schippe.

Mensch: Ich möchte regelmäßigen Lohn für meine Dienste.
Maschine: Eine hohe Investition - aber dann wird es günstig.

Der Futtermeister muss fortwährend entlohnt werden. Maschinen kosten viel in der Anschaffung – dann sparen sie Arbeitskraft und damit Zeit und Geld. Oder? Klar, die Maschine arbeitet von selbst. Aber jemand muss sie natürlich auch füllen. Wie lange dauert das etwa? „ Wir schieben bei der Raufutterstation für 20 Pferde vier Mal täglich Heu nach; aber das ist in zwei Minuten erledigt“, sagt Katharina von Lingen. „Das Silo für die Kraftfutterstation füllen wir alle paar Wochen auf.“ Die Stallchefin ist überzeugt: Mit der Maschine füttert es sich schneller.

Was viele nicht bedenken: Maschinen brauchen Wartung und Reinigung. Das kann teuer werden. „Zudem ist die Elektronik der Maschinen anfälliger als etwa ein Trog oder Eimer“, so Katharina von Lingen. Auch das Wetter kann die Technik irritieren. „Wir haben bei Wind oft Probleme mit der Schleuse zur Futterstation. Und neulich legte ein Blitzschlag den Computer lahm.“ So kann für die Lösung technischer Probleme der Zeitvorsprung teils wieder flöten gehen.

Ob für den Betrieb ein Angestellter oder eine Maschine günstiger ist, hängt von vielen Faktoren ab: Betriebsgröße, Haltungssystem, Anzahl und Ansprüche der Pferde. Daher liegen Mensch und Maschine in dieser Runde gleich auf.

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Fazit:

Wer füttert nun besser - Mensch oder Maschine? Die Technik siegt in den Punkten Präzision und Häufigkeit der Mahlzeiten. Der Mensch punktet bei der Kontrolle und individuellen Fütterung. Unklar bleibt der Sieger bei den Kosten.

Für uns hat trotz des Gleichstands nach Runden einer die Nase vorn: der Mensch! Denn jede Maschine ist nur so gut wie der Mensch dahinter. Im strategischen Brettspiel reicht die Intuition der Maschine vielleicht schon, um den Menschen zu schlagen. In der Pferdefütterung noch nicht. Hier sind Erfahrung, Gefühl und prüfender Blick des Menschen unverzichtbar.

Fotostrecke: Fotostrecke: Welches Kraftfutter brauchen Pferde?

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CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Hafer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Gerste Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Mais Foto: Lisa Rädlein

06.11.2016
Autor: Alena Brandt
© CAVALLO
Ausgabe /2016