Hufschlagräumer im Test

Hufschlagräumer im Praxistest

Hufschlagräumer sollen ausgetretene Spuren im Reitboden im Handumdrehen beseitigen. Wirklich? CAVALLO testete drei Geräte.

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CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Hufschlagräumer Foto: Lisa Rädlein

 

CAVALLO Hufschlagräumer
Foto: Lisa Rädlein Immer an der Wand lang: Das Rad am Hufschlagräumer sorgt dafür, dass die Bande nicht zerkratzt.

Der Hufschlag ist so etwas wie das ungeliebte Stiefkind beim Reiten in der Halle. Jeder trabt mit seinem Pferd darüber und ärgert sich, wenn die Spur mal wieder ausgelatscht ist. Allerdings greifen nur wenige zu Schaufel und Harke, um den Hufschlag ordentlich glattzuziehen. Viel zu anstrengend! An Bahnplaner hinterm Traktor trauen sich viele nicht heran: Denn es erfordert Geschick, damit so entlang einer Bande zu fahren, dass diese nicht zerkratzt. Auch deswegen sehen Hufschläge oft aus wie die Ostsee bei einer steifen Brise: Wellental folgt auf Wellental. Das Problem: Auf so einem ungepflegten Hufschlag zu reiten, macht weder Pferd noch Reiter Spaß. Auch der Boden leidet auf Dauer. Wie massiv, schätzen selbst Stallbetreiber häufig falsch ein (siehe Heft 1/2016).

Denn die Pflege ist gar nicht so zeitraubend und kompliziert, wie viele denken. Statt eine Viertelstunde mit Harke und Schaufel zu schuften, kann man die Reitspur auch im Handumdrehen minutenschnell mit dem Hufschlagräumer zuziehen. CAVALLO testete drei Geräte, vom ganz einfachen bis zum ausgefuchsten Modell. Getestet wurde in zwei Hallen mit geschwungener und durchgängiger Bande sowie auf einem Sand-Holz-Boden und einem Sand-Vlies-Belag. Also, Hufschlag frei, bitte!

 

CAVALLO Hufschlagräumer
Foto: Lisa Rädlein Wenn der Hufschlag geräumt ist, kann man den Boden mit dem Planer komplett glatt ziehen. Erst dann wird er bewässert.

So bleibt der Reitboden fit

Früher mussten sich Reiter häufig mit einer abgeschleppten Wiese oder einem festgewalzten Acker zufrieden geben. Heute werden Reitböden mit allen möglichen Zuschlagstoffen gepimpt – von einfachen Holzspänen bis zu Vliesstoffen. Ohne Pflege geht aber auch der tollste und teuerste Boden kaputt. Hier sind die wichtigsten Tipps.

Abäppeln: Klingt banal, ist aber extrem wichtig. Denn breit getretene Pferdeäpfel vermischen sich über kurz oder lang mit dem Boden und verdichten ihn. Dadurch verliert der Boden an Elastizität, wird staubig und muss irgendwann ausgetauscht werden. Weiterer Grund fürs Abäppeln: Klein geriebener Pferdemist kann in der Lunge von Pferd und Reiter landen. Zudem können sich über die Äpfel Pferdeparasiten verteilen. Daher Pferdekot am besten sofort aufsammeln, mindestens aber am Ende der Reitstunde. Achten Sie darauf, nicht durch die Bollen zu reiten.

Regelmäßigkeit: Einmal in der Woche den Hufschlag zuziehen und alle vier Wochen mit dem Planer über den Boden fahren, genügt als Pflege nicht. Hersteller und Reitplatzexperten empfehlen je nach Nutzungsgrad, mindestens einmal täglich den Hufschlag zu räumen und den Boden mit dem Bahnplaner einzuebnen. In Großbetrieben mit starker Nutzung der Reitböden sollte dies auch mehrmals täglich geschehen. Extra-Tipp zur Bodenpflege: Wenn sich Ihr Pferd in der Reitbahn gewälzt hat oder sich der Boden nach dem Longieren etwas verdichtet hat: einfach mit dem Rechen auflockern. Hufabdrücke von Galopptraining, Springstunde oder Freilauf harken Sie am besten auch gleich wieder zu.

Reihenfolge: Bei der Pflege unbedingt auf die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte achten. Erst den Hufschlag dicht ziehen und die Ecken der Halle ausräumen. Dann mit dem Bahnplaner das Material gleichmäßig verteilen. Wichtig dabei: Möglichst in überlappenden Kreisen über den Boden fahren und auch mal die Richtung ändern. So kann man den Bodenbelag gleichmäßiger verteilen. Erst danach wird der Boden bewässert, nicht umgekehrt. Erklärung: Ist der Boden noch nicht abgezogen, verteilt sich die Feuchtigkeit aus der Beregnungsanlage ungleichmäßig. Wird der Boden dann abgeschleppt, bleibt trockener Sand an nassen Stellen kleben. Dadurch kann sich auf Dauer die gesamte Tretschicht verschieben und sich regelrechte Wellen im Boden bilden.

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CAVALLO Trophy Goldenes Pferd 2016 Foto: Rädlein
CAVALLO Trophy Goldenes Pferd 2016 Foto: Rädlein
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08.12.2016
Autor: John Patrick Mikisch
© CAVALLO
Ausgabe 02/2016