Kältekammer: Winterjacken für Reiter im CAVALLO-Test

CAVALLO testet Winterjacken für Reiter

Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Winterjacken für Reiter - Kingsland "Sabine"

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Waren Sie mit Ihrem Pferd kürzlich im Gelände und haben gefroren? Dann sollten Sie die leichte Übergangsjacke gegen etwas Wärmeres tauschen! CAVALLO hat Winterjacken für Sie getestet.
Foto: Lisa Rädlein CAVALLO Winterjacken für Reiter

Daunenjacken sollen Reiter warmhalten, wenn es so kalt ist wie im Eisschrank.

Details entscheiden, ob Winterreitjacken warmhalten, praktisch und bequem sind. CAVALLO hat für Sie sieben aktuelle Winterreitjacken getestet – im Sattel und in der Kältekammer. Dort fanden die Tester die winterlichen Extrembedingungen, die draußen noch fehlten. Die Redaktion wählte für den Test nur Jacken, die knapp über das Gesäß oder bis zur Hüfte reichen. Kürzere Schnitte sind optimal für die Bewegungsfreiheit des Reiters im Sattel, was fürs Training wichtig ist. Die getesteten Modelle sind von BR, Ekkia, Equiva, Eurostar, Kerbl, Kingsland und Uhip. Welche Jacken überzeugten die Tester?

Im Stall-Check liegen die Modelle dicht beieinander: Beim Reiten begeistert die Jacke „Calgary“ von Equiva mit bequemen Sitz, guter Verarbeitung und praktischen Taschen. Dicht dahinter folgen die figurbetonten Modelle der Marken Uhip, BR und Eurostar. Sie punkten alle mit guter Passform, die dem Reiter Bewegungsspielraum bietet.

Das Exemplar von Equiva überzeugt auch in der Kältekammer des Outdoor-Spezialisten Globetrotter – es hält die Tester selbst bei minus 10 Grad mollig warm. Nur die 3-in-1-Jacke „Equit‘M Bomber Blouson“ von Ekkia mit integrierter Weste schneidet in der künstlichen Kälte noch besser ab. Nachteil des Modells im Vergleich zur Equiva-Jacke: die sehr voluminöse Form des Bomber-Blousons. Die Jacke ist dadurch recht schwer und vermittelt beim Reiten ein aufgeplustertes Gefühl mit geringerer Bewegungsfreiheit.

Und schon sind Sie bei einem wichtigen Punkt für Ihre Kaufentscheidung: Ziehen Sie die Jacke nur beim Putzen und während der Aufwärmphase an? Oder wollen Sie sie auch während des Trainings tragen? Dann empfiehlt sich ein leichteres Modell, das eher wie eine zweite warme Haut sitzt. Wichtig für bequemes Reiten ist in jedem Fall ein Modell mit Zwei-Wege-Reißverschluss. Dieser lässt sich von unten öffnen, die Jacke passt sich dem Körper besser an. Strickbündchen und längere Ärmel halten die Wärme am Körper. Unpraktisch im Stall: ein Kragen aus Fell. Er zieht Späne und Staub an.

Einen weiteren Tipp gibt Dr. Andreas Schmidt von den Hohenstein Instituten/Baden-Württemberg. Als Leiter des Bereichs „Function and Care“ beschäftigt er sich mit Komfort und Funktion von Kleidung. Er rät: „Berücksichtigen Sie bei der Kleidungswahl, wie schweißtreibend Ihre Aktivitäten sind.“ Reiten Sie viel Schritt im Gelände, empfiehlt sich eine dickere Oberbekleidung als für die anstrengende Dressurstunde.

03.02.2015
Autor: Bérénice Schneider
© CAVALLO
Ausgabe 01/2014