Magnetfelddecken: Medizinischer Nutzen und Wirkung

Anwendung am Pferd

Magnetfelder sollen auf natürliche Weise Heilungsprozesse im Pferdekörper anschieben und Muskeln entspannen. Bewiesen ist das allerdings nicht. Tierärzte klären über Nutzen und Wirkung der Therapie auf.

Das Magnetfeld soll Patienten helfen, die unter chronischen orthopädischen Erkrankungen etwa an Sehnen, Bändern oder Gelenkkapseln leiden. Daneben dösen bei Tierärzten wie Dr. Roeckl auch Pferde mit Kissing Spines, schmerzhaften muskulären Problemen im Rücken sowie Halswirbelsäulenarthrosen unter der Magnetfelddecke. „Geräte mit einem speziellen Impulsgefüge können meiner Erfahrung nach auch die Wundheilung unterstützen und während einer längeren Boxenruhe verhindern, dass die Beine anlaufen und Verspannungen entstehen“, sagt Elke Neumann.

Etwa eine halbe Stunde lang bleibt das Equipment pro Behandlungseinheit auf dem Pferd. Meist kann zwischen verschiedenen Programmen ausgewählt werden. „Bei akuten Entzündungen und Zerrungen setzen wir das Behandlungsintervall in der Regel etwas länger an. Die magnetische Flussdichte, also die Intensität des Magnetfelds, ist dabei relativ hoch“, sagt Dr. Roeckl. „Pferde mit chronischen Beschwerden behandeln wir über eine längeren Zeitraum von sechs bis acht Wochen, anfangs sogar oft täglich.“

Neben Rekonvaleszenten profitieren auch gesunde Reit- und Sportpferde von der sanften Therapie, findet Stefan Schneider, Tierarzt auf Gut Rothenkircherhof in Rheinland-Pfalz. Den Turnierpferden seiner Frau, Dressurikone Uta Gräf, gönnt er regelmäßig eine Magnetfeldbehandlung. Das entspanne die Pferde nach einem anstrengenden Turnier und beuge Verletzungen, orthopädischen Problemen und Ermüdungserscheinungen vor. „Schlackstoffe wie Lactat sollen mithilfe der Magnetimpulse schneller abgebaut werden“, sagt Schneider.

Tierärztin Elke Neumann empfiehlt die Therapie auch in Stresssituation, wenn der Pferdekörper mit einer eingeschränkten Zellaktivität zurechtkommen muss: Das Blut werde dabei in Sinnesorgane und Gehirn sowie die wichtige Muskulatur des Bewegungsapparats umverteilt. „Die Folge ist“, erklärt Neumann, „dass andere Organe wie Magen, Darm, aber auch die Haut unterversorgt werden.“ Die Gefäßtherapie soll die Durchblutung an diesen Stellen gezielt angeregen und das Risiko stressbedingter Erkrankungen verringern.

Nach einem Bruch in der Schulter hat sich das Pferd komplett erholt.

Tierärztin Elke Neumann ergänzte die Behandlung des 26-jährigen Pferds mit der Gefäßtherapie von BEMER, um die Regeneration zu verbessern. Heute geht es dem Pferd gut, es steht im Offenstall und wird wieder dressurmäßig geritten.

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CAVALLO Gebisslose Zäume im Test Foto: Lisa Rädlein
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08.12.2016
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Ausgabe /2016