Lernen vom Lehrpferd: Schulpferde sind besser als ihr Ruf

Schulpferde verbessern den Sitz

Schulpferde sind besser als ihr Ruf: Ein gutes Schulpferd deckt Reiterschwächen schonungslos auf, vermittelt aber auch das richtige Gefühl im Sattel. Reiten Sie auch andere Pferde – am besten schon, bevor es Probleme gibt.

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Reitschultest Offenburg Foto: Miriam Kreutzer
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Für die Sitzschulung bei den meisten Anfängern und Freizeitreitern sind feine ausgebildete Dressurcracks sowieso nicht optimal. „Ein Schulpferd muss auch vertragen können, dass sein Reiter mal Fehler macht“, sagt Marlies Fischer-Zillinger. Gerade diese Toleranz haben gut ausgebildete Schulpferde vielen Freizeitpferden voraus. Sie springen deshalb ein, wenn das eigene Pferd dem Reiter keine Fehler gestattet und korrektes Sitzen verhindert. Das passiert, wenn dem Pferd Kraft, Balance oder Losgelassenheit fehlen oder es bei Sitzübungen unsicher, hektisch oder aggressiv reagiert. Denn gerade in der Sitzschulung muss das Pferd vor allem brav sein. Effektiv ist das Training nur, wenn der Schüler sich ganz auf die Bewegungen des Tiers und seinen eigenen Körper konzentrieren kann.

Auch fein gerittene Pferde können Anfänger schulen, allerdings nur unter besonderen Bedingungen. "Unsere Pferde gehen unter guten Reitern nach fünf Minuten Seitengänge, egal, wie viele Anfänger zuvor im Sattel saßen“, sagt Sibylle Wiemer vom Reitzentrum Fintel in der Lüneburger Heide. Der Grund: Die Reitschüler bleiben lange an der Longe. „Unter 50 Longenstunden kommt bei uns kaum jemand davon“, sagt Wiemer. Langeweile vermeidet die Reitlehrerin durch abwechslungsreichen Unterricht mit vielen Erklärungen. Dadurch haben die Reiter kein Problem damit, erst frei zu reiten, wenn sie handunabhängig sitzen und fein einwirken können.

Bewegungstypen: Wie ein Reiter sitzt, hängt auch vom Pferd ab. „Schulpferde sollten deshalb nicht zu schwungvoll gehen, das überfordert viele Reitschüler“, sagt Marlies Fischer-Zillinger. Reitschulen sollten aber auch nicht nur Flachgänger besitzen. „Gangstarke Pferde zu sitzen, muss man üben“, sagt Bewegungstrainerin Gabriele Nimsky. Optimal ist, wenn Reitschüler auf verschiedenen Pferden unterschiedliche Bewegungen kennenlernen können.

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Reitschultest Augsburg Foto: Miriam Kreutzer
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CAVALLO Reitschultest Südschwarzwald Foto: Miriam Kreutzer
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CAVALLO Reitschultest Foto: Miriam Kreutzer
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14.06.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe 10/2011