Reitschul-Test: Reiten im Saarland

Reiten im Saarland: Stone-Hill-Ranch

Tipps für Reitschüler: CAVALLO-Redakteurin Miriam Kreutzer hat vier Reitschulen im Saarland getestet. Reiten in der Kurpfalz: Hier finden Sie Ergebnisse und Fotos!

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Reitschulen im Test Foto: Miriam Kreutzer
Reitschulen im Test Foto: Miriam Kreutzer
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Auf der Stone-Hill-Ranch beginnt der Unterricht auf dem Rücken von Pon. Der ist aus Holz und buckelt nie. Was lernt die Testerin in dieser Stunde? "Wir nehmen Pon, unser Übungspferd. Es buckelt nur selten und wirft fast nie jemanden ab", sagt Reitlehrerin Mahara Dauber. Ich schaue mich um, kann aber kein Pferd entdecken. Sie meint das Holzpferd, auf dem es zunächst Trockenübungen gibt.

Ich steige auf Pon, damit ich die Basics des Westernreitens kennenlerne. "Zum Anreiten beide Unterschenkel zurücknehmen und die Fersen leicht andrücken. Sobald das Pferd losläuft, belohnen und Beine weg", erklärt Mahara Dauber.

Zum Anhalten werden die Beine nach vorne weggestreckt. Möchte der Reiter nach rechts reiten, wird der Oberkörper leicht nach rechts gedreht, die rechte Hand geht seitlich mit und das linke Bein gibt links einen sanften Druck. "Wichtig ist, dass Sie richtig sitzen und zwar auf Ihren Sitzbeinhöckern", sagt Dauber.

Danach geht es auf einem echten Pferd weiter. Die etwa 17 Jahre alte Kiowa wartet bereits am Putzplatz auf uns. Ich bediene mich beim Putzzeug, das für alle Pferde ist. Während ich Kiowa putze, erzählt Mahara Dauber, dass sie selbst seit vier Jahren unterrichtet. "Umsteiger reiten am Anfang grundsätzlich ohne Sattel", erklärt sie. Ziel sei es, eins zu werden mit dem Pferd. "Und das ist ohne Sattel viel einfacher." Den gibt es dann erst für fortgeschrittene Reiter. Wir holen das so genannte Rai-Bändele aus der Sattelkammer. Dabei handelt sich um ein Schnurhalfter ohne Gebiss. Dann geht es zum Roundpen, wo vor dem Unterricht noch Bodenarbeit auf dem Plan steht.

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Reitschul-Test: Reiten im Saarland

"Wer läuft in der Herde vorne?", fragt Mahara Dauber. "Das Alpha-Tier." Und so soll auch ich konsequent vor dem Pferd gehen. "Kommt es Ihnen zu nah, deutlich mit dem Strick wedeln und zurückschicken." So vertreibt in der Herde auch das ranghöhere das rangniedrigere Tier. Ich führe Kiowa ein paar Runden durch den Roundpen. Kiowa entpuppt sich als Traum. Sie reagiert auf minimale Signale und muss nie ermahnt werden, flott zu bleiben.

Ihr Rücken schwingt auch ohne Sattel. Treibt man, wechselt sie sofort in die höhere Gangart. Volten gelingen leicht. Beim Handwechsel gebe ich den inneren Zügel zu früh in eine Richtung – sofort biegt Kiowa ab. Die rundliche Stute ist ohne Sattel bequem zu sitzen. "Als sie vor vier Jahren zu uns kam, hatte sie 150 Kilo Übergewicht", erzählt die Reitlehrerin. "Wir probieren mal den Jog, das ist ein langsamer Trab ohne Schwebephase", sagt Mahara Dauber. Auch diese Gangart ist kein Problem mit der Paint-Mix-Stute. Ich notiere drei Hufeisen für das rittige Schulpferd.

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Mahara Dauber läuft die ganze Zeit neben mir her und hat mich gewissenhaft im Blick. Sie nennt sich Reitlehrerin Native Horsemanship und hat Kurse beim Indianer GaWaNi Pony Boy belegt. Ihre Ausbildung zur Rai-Reitlehrerin wird nächstes Jahr in Dasing abgeschlossen. Einen Trainerschein hat sie nicht. Sie studiert Agrarwissenschaften. Mahara Dauber verknüpft Spaß und Westernreiten. Sie beantwortet alle Fragen und legt großen Wert darauf, dass der Reiter Gelerntes richtig umsetzt. Ein Hufeisen ziehe ich ab, weil mir Aha-Effekte fehlten. Ich gebe zwei Hufeisen.

Die Pferde der Stone-Hill-Ranch leben ganzjährig auf Koppeln und Weiden. Sie stehen nur dann in den Paddockboxen, wenn sie Verletzungen haben oder das Wetter schlecht ist. Kiowas Hufe sind unbeschlagen und gepflegt. Neben dem großen Roundpen mit einem Durchmesser von etwa 18 Metern gibt es einen kleinen Reitplatz mit etwa 12 x 25 Metern. Weil eine Halle fehlt und der Platz sehr klein ist, ziehe ich ein Hufeisen ab. Ich notiere zwei Hufeisen für den Betrieb.

Der 60-minütige Einzelunterricht hat als Schnupperstunde 15 Euro gekostet – so viel kostet sonst eine Gruppenstunde mit bis zu vier Mitreitern. Das ist für den guten Unterricht auf einem fein ausgebildeten Pferd ein sehr guter Preis und ergibt zweieinhalb Hufeisen für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Sonst kostet eine Einzelstunde 28 Euro und dauert 60 Minuten. Tritt man dem angeschlossenen Verein bei, zahlt man monatlich für Gruppenunterricht 45 Euro und eine Jahresgebühr von 60 Euro.

Bewertung

Schulpferd: drei von drei Hufeisen
Reitlehrer: zwei von drei Hufeisen
Reitbetrieb: zwei von drei Hufeisen
Preis-Leistung: zweieinhalb von drei Hufeisen

Kontakt

Stone-Hill-Ranch
66131 Saarbrücken
Tel. 0176-65904253
www.stone-hill-ranch.de

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Reitschultest Foto: Miriam Kreutzer
Reitschultest Foto: Miriam Kreutzer
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Reitschultest in der Kurpfalz Foto: Miriam Kreutzer
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Reitschule Reitschultest reiten lernen Hessen Darmstadt Foto: Miriam Kreutzer
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18.12.2012
Autor: Miriam Kreutzer
© CAVALLO
Ausgabe 12/2012