So machen Reiter ihr Pferdegespann fit für zügige Transporte

Fahrzeugwechsel: Das müssen Reiter beachten

Mit Tempo 100 kommen Pferd und Reiter schnell ans Ziel. CAVALLO verrät Ihnen den richtigen Dreh, wie Sie Ihr Pferde-Gespann fit für zügige Transporte machen.

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Achten Sie beim Fahrzeugwechsel darauf, dass das Auto auch wirklich zum Tempo-100-Anhänger passt, also nicht schwerer als 3,5 Tonnen ist und über ABS sowie möglichst auch ESP verfügt. Andernfalls dürfen Sie nicht schneller als 80 km/h fahren. Mindestens so wichtig ist die Kontrolle der Anhängelast: Darf das neue Auto tatsächlich so viel ziehen wie das alte?

Ein wenig aufwändiger ist es, den alten Tempo-100-Hänger gegen einen neuen zu Sanft und sicher gedämpft Kupplungsdämpfer helfen, das Gespann zu stabilisieren, bevor der Schlingerschutz aktiv wird. Das Gesetz schreibt vor, dass Anhänger entweder mit Schwingungsdämpfern an der Anhängerkupplung oder mit einem aktiven Schlingerschutzsystem ausgerüstet sein müssen. Am sichersten fahren Sie aber, wenn Ihr Gespann über beide Systeme verfügt. Aktive Schlingerschutzsysteme wie zum Beispiel LEAS greifen ein, wenn bereits Gefahr droht. Das kann unter Umständen ruppig werden. Passive Kupplungsdämpfer haben den Vorteil, dass sie das Gespann im Normalfall im Zaum halten, schon lange bevor sich der Anhänger aufschaukelt. Anders als die aktiven Systeme greifen die Dämpfer nicht in die Radbremsen ein.

Vielmehr bremsen sie die Deichsel ein, wenn sie sich auf dem Kugelkopf verdreht, indem die Reibbeläge direkt auf den Kopf drücken. Leichte Schwingungen des Pferdeanhängers, die sonst das ganze Gespann aufschaukeln könnten, erstickt der Kupplungsdämpfer im Keim. Kupplungsdämpfer bieten beispielsweise die Firmen AL-KO (AKS 3004) oder Winterhoff (WS 3000) an. Sie kosten je nach Ausführung zwischen etwa 230 und 430 Euro plus Einbau. Kupplungsdämpfer für den Anhänger gibt tauschen. Sobald am neuen Anhänger alle nötigen Umbauten wie Reifen, Stoßdämpfer und Schlingerschutz erledigt sind, müssen ihn die Sachverständigen einer Prüforganisation wie etwa Dekra, TÜV, GTÜ unter die Lupe nehmen. Das kostet zwischen 40 und 50 Euro. Bestätigen diese, dass er für Tempo 100 taugt, fehlt nur noch der entsprechende Eintrag im Fahrzeugschein. Den Vermerk und die Tempo-100-Plakette gibt es für 10 bis 20 Euro bei der Zulassungsstelle.

Grundsätzlich gilt: Erfüllt der Anhänger nur eine einzige Voraussetzung nicht mehr, darf er nur noch 80 km/h schnell fahren. Wer also einen fremden Anhänger ausleiht und sich nicht vollkommen sicher ist, ob Anhänger und Zugfahrzeug zusammen mit Tempo 100 durch die Lande fahren dürfen, sollte sich auf 80 km/h beschränken: Sicherheit ist wichtiger als Geschwindigkeit.

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Foto: Arturo Rivas
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14.04.2012
Autor: Markus Bauer
© CAVALLO
Ausgabe 09/2011