Sonnenbrillen für Reiter im Test

Die Farbe der Sonnenbrillengläser

Mit Sonnenbrille aufs Pferd? Gute Idee! Unser Praxis-Test zeigt, welche Details zählen – und wie fix der Durchblick verloren geht.

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CAVALLO Sonnenbrillen für Reiter Foto: Rädlein
CAVALLO Sonnebrillen für Reiter im Test Foto: Rädlein
CAV Sonnenbrillen Test 2016 Foto: Rädlein

Bei der Farbwahl der Gläser ist vor allem entscheidend, was Sie mit der Brille vorhaben. „Wer nur auf dem Platz Dressur reitet, kommt mit einem grauen Glas gut zurecht“, erklärt Jens Heymer. Grau getönte Sonnenbrillen schützen vor blendender Sonne und reduzieren dabei Farben und Helligkeit.

Wenn schnelle Reaktionen gefragt sind oder es darauf ankommt, Unebenheiten im Boden zu erkennen, sind dagegen kontraststeigernde rötliche oder braune Gläser die richtige Wahl. „Diese Farben reduzieren einen Teil des blauen Lichts, das sonst für Unschärfe im Auge sorgt“, so Heymer.

Wer eine Brille sowohl zum Dressurreiten als auch fürs Gelände nutzen will, ist mit Wechselgläsern gut beraten. Das getestete Modell „Slide“ hat klare, graue und orange Scheiben zum Wechseln, die sich unkompliziert austauschen ließen. Kontraste konnten unsere Tester außerdem gut mit der Brille „Rydon“, deren Gläser sich bei Lichteinfall rötlich tönen, sowie mit dem grünlichen Modell „Stone Crushers“ wahrnehmen.

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FÜR HELL & DUNKEL

Mit den Brillen „Stone Crushers“ und „Uvex Sportstyle 204“ fühlten sich unsere Tester ordentlich vor Sonne geschützt, konnten aber auch im Schatten genug sehen. Nicht zu dunkle Brillen sind damit für wechselnde Lichtverhältnisse gute Begleiter. Stärker getönte Modelle wie die „SX-61 Bicolor“ sind dagegen vor allem für das Reiten auf hellen Außenplätzen mit konstanten Lichtverhältnissen geeignet.

BRILLE WECHSEL DICH

Wir probierten im Test außerdem zwei Brillen aus, deren Gläser automatisch auf Lichtwechsel reagieren: „Sportstyle 202“ sowie „Rydon“. Beide Modelle verdunkelten sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell. Das Wiederaufhellen dauerte etwas länger, wobei das Modell „Rydon“ einen Tick schneller reagierte.

Trotz der hohen Sensibilität der Gläser sind automatisch anpassende Brillen eher für längerfristige Lichtwechsel geeignet,
etwa wenn lange Waldstücke auf sonnige Wege folgen. Fallen dagegen Lichtkegel auf einen Reitplatz, der überwiegend im
Schatten liegt, blenden die sonnigen Abschnitte beim Reiten.

SAUBERE SACHE

Ist die Brille beim Ritt über den Sandplatz staubig geworden, reinigen Sie sie am besten mit lauwarmem Wasser und Handseife.
„Verwenden Sie kein Spüli. Die waschaktiven Substanzen greifen den Lack auf der Oberfläche des Glases an“, erklärt Jens Heymer. Fürs Trocknen nehmen Sie ein Leinentuch.

FAZIT AUF EINEN BLICK

Unser Test hat gezeigt: Die Brille muss zu Reiter, Helm und Verwendungszweck passen. Nehmen Sie zum Brillenkauf also unbedingt Ihren Reithelm mit, damit Sie keine böse Überraschung erleben. Teurere Modelle können sich lohnen, wenn die Brille etwa auf keinen Fall beschlagen darf oder sehr leicht sein muss. Für entspannte Sonnentage auf dem Pferd bringt dagegen auch das günstige Modell „Sportstyle 204“ alles mit, was der Reiter braucht.

Fotostrecke: Test: Welche Reithosen halten im Winter warm?

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Winterreithosen Foto: Lisa Rädlein
Winterreithosen Foto: Lisa Rädlein
Winterreithosen Foto: Lisa Rädlein

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Reithelmtest Foto: Lisa Rädlein
Reithelmtest Foto: Lisa Rädlein
Reithelmtest Foto: Lisa Rädlein

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09.08.2016
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe /2016