Saarländisches Dressurfestival des ARC mit Regel- und Para-Prüfungen

Datum: 03.07.2015 (08:00) bis 12.07.2015
Ort: 66802 Überherrn
Land: Deutschland
Kategorie: Veranstaltung
Webseite zum Event: http://www.arc-saarland.de
Weitere Informationen: Saarland - Reitanlage Linslerhof

7. Dressurfestival des saarländischen ARC auf dem Linslerhof in Überherrn –
Internationales CPEDI*-Turnier mit Qualifikation zur Europameisterschaft der Parareiter, Dressurprüfungen bis S* inklusive „Großem Preis des Saarlandes 2015“

Reiter und Pferde, die grazil über das Dressurparkett „tanzen“, erleben Interessierte im Juli beim Dressurfestival des Akademischen Reitclubs auf dem Linslerhof im saarländischen Überherrn. Es ist bereits das siebte Mal, dass der ARC diese Großveranstaltung ausrichtet. Hierfür stellt ihm Familie von Boch erneut ihre wunderschöne Anlage zur Verfügung.

Vom 3. bis 5. Juli sind elf Prüfungen bis zur höchsten Klasse ausgeschrieben, darunter eine S*-Dressur Grand Prix de Dressage und eine S*-Dressur Grand Prix Special. Auch eine S-Dressur Intermédiaire I – der „Große Preis des Saarlandes 2015“ – steht dann auf dem Programm. Im vergangenen Jahr initiiert und erstmals ausgetragen, hat der „Große Preis des Saarlandes“ in der Dressur einen besonderen Stellenwert. Dr. Jan Holger Holtschmit, Vorsitzender des Akademischen Reitclubs der Universität des Saarlandes und damit auch Hauptinitiator des viertägigen Freilandevents, ist stolz: „Bis 2014 gab es den 'Großen Preis des Saarlandes' nur im Springen. Daher ist es toll, dass der Pferdesportverband Saar ihn auch für die Dressur ins Leben gerufen hat. Wir freuen uns, diese hochkarätige Prüfung im Rahmen unseres Turniers ausrichten zu dürfen.“ Damit ist diese als „Großer Preis des Saarlandes“ ausgeschriebene S-Dressur Intermediaire I einer der Höhepunkte des Events. „Sogar die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat eigens hierzu ihr Kommen angekündigt“, so Holtschmit zufrieden.

Zahlreiche namhafte Dressurreiter aus dem gesamten Bundesgebiet werden erwartet. Eine Woche später am 12. Juli ist der traditionelle Regionaltag, dann treten die Dressureiter der Region in Prüfungen der Klassen L bis S an. Parallel zum Regelturnier vom 3. bis 5. Juli findet in Überherrn auch ein internationales CPEDI***-Turnier der FEI für Dressurreiter mit Handicap statt. Die Prüfungen im Paraequestrian-Bereich richtet das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten aus.

Auch beim 1970 gegründeten DKThR führt Holtschmit den Vorsitz. Der Verein fördert das Therapeutische Reiten, also den Einsatz des Reitens zur Linderung und Heilung von psychosozialen Problemen oder Störungen und zur Behandlung körperlicher Behinderungen. Dabei geht es um die Heilung und Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung. „Wir betreuen und organisieren den Reitsport für gehandicapte Menschen, unterstützen sie bei der Ausbildung und dem Training sowie der Wettkampforganisation und der Wettkampffinanzierung“, so der Vorsitzende. „Menschen mit Handicap können das Reiten, Fahren und Voltigieren nämlich genauso lernen wie Menschen ohne Handicap. Der Pferdesport gehört glücklicherweise zu den Sportarten, die Behinderte und Nicht-Behinderte gleichermaßen ausüben können. Auch auf Turniere brauchen Reiter mit Behinderung nicht zu verzichten. Die gehandicapten Reiter starten im Leistungssport auf Regelturnieren gegen nicht-behinderte Sportler oder nehmen an Behindertenturnieren teil“, informiert er. „Es ist beeindruckend, wie diese Reiter mit feiner Einwirkung etwa trotz fehlender Gliedmaßen ihr Pferd in Lektionen auf hohem Niveau vorstellen. Deshalb freuen wir uns auf ein Turnier mit herausragenden Leistungen im Para- wie auch im Regelsport“, unterstreicht Holtschmit den integrativen Ansatz. „Am Ende geht es schließlich für alle Reiter – mit oder ohne Handicap – um dasselbe: die Leidenschaft für den Pferdesport und ein Höchstmaß an Harmonie mit dem vierbeinigen Partner.“

Dass sie den Reitsport nicht nur gleichsam, sondern eben auch gemeinsam ausüben können, zeigen die Reiter beim 7. Dressurfestival des ARC in einer besonderen Prüfung. „Jeweils ein Dressurreiter aus dem Regel- und dem Parasport bilden ein Team. Sie reiten hintereinander eine Aufgabe und am Ende gewinnt das Paar mit der höchsten Prozentzahl. Diese Dressur, die wir 2014 initiiert haben, wird durch den FAB Förderkreis für Amateur- und Berufsreitersport gefördert. Sie hat bereits letztes Jahr für spannende Unterhaltung gesorgt und die Reiter solidarisiert – das wollen wird dieses Jahr weiter vorantreiben“, so Holtschmit.

Für die Dressurreiter mit Handicap, die je nach Handicap-Schwere in den Grades I bis IV antreten und drei Prüfungen in Einzel- und Teamwertung absolvieren, ist das Überherrner Turnier sehr wichtig. Denn hier können sie sich für die Europameisterschaften im September in Deauville qualifizieren. „Wie in den Jahren zuvor hat die Paraequestrian-Elite genannt. Dazu gehören neben Hannelore Brenner, der Goldmedaillengewinnerin von London, auch Elke Philip, Lena Weifen, Dr. Angelika Trabert, Britta Näpel und Michele George. Reiter mit Handicap aus Deutschland, Kanada, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Israel, Singapur, Irland und Mexiko werden erwartet.“ Christina Schneider, hch