CAVALLO Sattel-Ratgeber: Ein Sattelnbaum mit Gelenken

Ein Sattelbaum, der sich dem Pferderücken anpasst

Peter Graßl hat mit dem Maßsattels „Swing Tree Vario“ einen völlig neuartigen Sattel konstruiert. Ein multidimensionales Gelenk als Sattelbaum verspricht die Lösung fast aller Sattelprobleme.

 

CAVALLO Sattelbaum
Foto: Rädlein Stoßdämpfer: Die biegsamen Dämpfungsarme des Baums puffern jede Druckänderung ab. Je länger die Schlitze, desto größer die Dämpfung.

Die Erkenntnis brauchte Zeit. Rund drei Jahre tüftelte Sattelbauer Peter Graßl, Erfinder des Maßsattels „Swing Tree Vario“ und des Zügelsensors „Zack“ (siehe CAVALLO 11/2006), an seinem neuesten Werk, dem „Swing Optima“.

Dank eines neuartigen, zum Patent angemeldeten Baums dürfte dieser Sattel für zahlreiche Denkanstöße sorgen. Wobei das Wort „Baum“ eigentlich in die Irre führt. Denn die Konstruktion ähnelt eher einer überdimensionalen, mehrteiligen Fischgräte. Die einzelnen Teile sind beweglich aufgehängt und folgen elastisch den dreidimensionalen Bewegungen des Pferderückens.

Das klingt nach der endgültigen Lösung eines uralten Problems. Seit Jahrzehnten nämlich bauen die Sattelhersteller ihre Bäume nach einem starren Schema (siehe Heft 8/2003). Ein Baum, so ihr Credo, müsse steif sein, damit der Reiter sein Gewicht in Höhe des 14. bis 16. Brustwirbels plazieren kann. Er dürfe unter dem Reitergewicht auch nicht nachgeben, weil er sonst auf die Wirbelsäule des Pferds drücke.

Graßl wollte sich mit dieser Regel nicht zufrieden geben. „Kein konventioneller Sattelbaum berücksichtigt die dreidimensionale Beweglichkeit des Pferderückens. Die meisten Modelle behindern das Pferd sogar eher, statt ihm das Tragen des Reiters zu erleichtern.“

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14.09.2010
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe 01/2008