Labor-Test: Wie stabil sind Lamellenvorhänge aus PVC?

Wie funktionieren Lamellenvorhänge?

Foto: Rädlein
Lamellenvorhänge für Pferdeboxen sind aus PVC und müssen Sonne, Eis und Pferdezähnen trotzen. Der Stresstest der Vorhänge im Labor zeigt, wie stabil die Gardinen wirklich sind.

Der Streifendienst ist hart: Lamellenvorhänge an Stalltüren schützen Pferde vor Regen, Schnee und Insekten. Doch im Sommer können Lamellen wie Pech und Schwefel aneinanderkleben; der Lamellenvorhang mutiert zur Matte, durch die sich empfindliche Pferde nicht mehr hindurch trauen. Die Luft im Stall wird stickig. Im Winter dagegen sind die Streifen steinhart und brechen leichter. Welche Produkte trotzen Witterung und Pferdezähnen am besten? CAVALLO machte den aufwändigen Stresstest im Labor.

Die Lamellenvorhänge sind aus weichem, durchsichtigem Polyvinylchlorid (PVC). Dieses Material kann seine Konsistenz mit der Zeit extrem verändern. Wie stark, testet CAVALLO bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) in Groß-Umstadt/Hessen. Fünf Vorhänge führender Hersteller sollen in einer Klimakammer bei unterschiedlichen Temperaturen beweisen, wie strapazierfähig sie sind. Die Produkte im Test sind von Averde, Großewinkelmann, Patura, Stephanshof und Texas Trading.

Für die Strapazierfähigkeit kann die Dicke des PVCs eine Rolle spielen. Die Vorhangstreifen im Test sind laut Herstellerangaben drei Millimeter dick. Die gemessene Materialstärke variiert aber etwas. Grund können Schwankungen bei der Produktion sein. Die minimalen Unterschiede in der Stärke machen sich im Labortest bemerkbar: Für die dünneren PVC-Streifen ist zum Beispiel weniger Kraft nötig, um sie zu zerreißen. Denn je dünner der Streifen, desto flexibler ist er.

Für die Härtetests hat Susanne Gäckler aus den Lamellenvorhänge rund zwei Meter lange Plastikstreifen etwa 100 Probekörper, sogenannte Schulterstäbe, ausgestanzt. Diese kommen bei -20, 0, 20, 40 und 60 Grad Celsius für rund 24 Stunden in den Klimaschrank.


04.11.2011
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Ausgabe 08/2011