Test: Reitschulen in Norddeutschland

Reiten in Norddeutschland

Ausgerechnet im hohen Norden stieß Miriam Kreutzer auf Schweizer Freiberger und dachte an Käse: Sitz-Tipps waren würzig wie Greyerzer, Schulpferde weich wie Raclette. Aber manches müffelte.

 

Pferde reiten Reitsport CAVALLO
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Die Homepage der Reitschule Walddörfer macht neugierig. Versprochen wird einfühlsamer Unterricht auf sicheren, rittigen und gelassenen Freibergern. Das sind leichte Kaltblüter aus der Schweiz. Was nach gemütlichem Genuss klingt, entpuppt sich in der Teststunde als zielloses Ackern ohne Anleitung. Beim Reitsportzentrum Wentorf werde ich zunächst gefragt, was für ein Pferd ich möchte. „Ein kleines“, antworte ich und bekomme eine wuselige, winzige Haflingerstute, die ich auf unter 1,40 Meter schätze. Die Reitstunde in der Reitschule Tanja Münch beginnt am Telefon. Tanja Münch erzählt, dass sie bei Reitmeister Martin Plewa lernte, als FN-Trainerin A bis Klasse M unterrichten darf und Wert auf eine fundierte Ausbildung legt. Sie sei streng, das sage sie lieber gleich: „Viele Schüler sind überrascht, wenn sie zum ersten Mal bei mir reiten.“. Der Hof von Springreiter Arndt Hönke trägt den unglücklicher Namen Büchsenschinken. Das klingt zunächst nach Enge. Doch dort sieht es zunächst ganz anders aus. Leise gleitet das weiße Holztor auf Knopfdruck zur Seite und gibt den Weg frei zu geharkten Kieswegen, die sich um grünen Rasen und rotgeklinkerte Ställe ranken.

08.09.2008
Autor: Miriam Kreutzer
© CAVALLO
Ausgabe 10/2007