Sattelpad-Test: Hersteller, Material, Preise im Überblick

Sattelunterlagen im Test


Zur Fotostrecke (6 Bilder)

CAVALLO Sattelpads und Sattelunterlagen
Foto: Rädlein

 

CAVALLO Sattelpads und Sattelunterlagen
Foto: Hersteller: Krämer Pferdesport

 

CAVALLO Sattelpads und Sattelunterlagen
Foto: Hersteller: dt-saddlery

 

CAVALLO Sattelpads und Sattelunterlagen
Foto: Hersteller: Busse

 

CAVALLO Sattelpads und Sattelunterlagen
Foto: Hersteller: Waldhausen
Sattelpads sollen den Pferderücken schonen. Sie sind aus Gel, High-Tech-Schaum oder hochwertigem Lammfell. Dämpfen sie den Druck unterm Sattel? Der CAVALLO-Test zeigt die Ergebnisse. Ein Sattelpad wird von CAVALLO empfohlen.

Gut gepolstert, lässt sich Druck einfach besser aushalten. Das gilt auch für Sättel. Je weniger auf die Rückenmuskulatur drückt, desto komfortabler ist es fürs Pferd. Selbst bei einem passenden Sattel. Pads aus Gel oder speziellen Schäumen sollen den Druck dämpfen und ihn besser verteilen. Können sie das wirklich?

Welche Sattelpads sind empfehlenswert? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

Die Testmodelle:
CAVALLO ließ sechs verschiedene Pads auf ihre druckmindernden Eigenschaften mit dem elektronischen Mess-System der Firma Savecomp Megascan aus Hannover testen. Im Test: ein gängiges Lammfellpad, ein günstiges Gelpad, das klassische Akton-Pad, eines aus viskoelastischem Schaum sowie ein extrem dünnes Pad aus einem offenporigen Schaum. Ebenfalls mit dabei: ein Pad in Form eines Tennisschlägers. Es soll Stöße dämpfen und eine leicht abfallende Sattellage ausgleichen.

Pads in der Praxis:
Satteldecken schützen den Sattel vor Schweiß, Dreck und saugen Feuchtigkeit auf. Und fast jeder Reiter nutzt sie. Das zeigt eine Umfrage, die australische Wissenschaftler für eine Studie starteten. Danach nutzen 98,6 Prozent der Reiter Satteldecken, rund 54,1 Prozent greifen sogar zur Mittelschicht und satteln mit mehr als einer Unterlage.

Pads in der Forschung:
Wie Sattelpads wirken, ist bisher kaum erforscht. Einige Studien gibt es aber. Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität in Wien etwa fanden heraus, dass normale Schabracken die Passform eines Sattels nicht verändern. Zudem untersuchten sie, ob Satteldecken die Belastung auf dem Pferderücken verringern. Im Rennen waren eine Leder-, eine Gel-, eine Baumwolldecke mit Moosgummiauflage sowie eine Unterlage aus Rentierfell. Maßgeblich reduzierte nur das Rentierfell den Druck.

Tipps und Infos:
Unter einen Sattel gehört so wenig Material wie möglich. Nur so ist gewährleistet, dass die Passform des Sattels nicht negativ beeinfl usst wird. Denn viele dicke Pads verkleinern die Kammerweite am Widerrist. Hat ein Pferd allerdings stark Muskeln abgebaut oder befindet sich noch in der Ausbildung, kann es durchaus sinnvoll sein, ein Fell-Pad unter den Sattel zu legen. Gut ist, wenn das Pad in der Mitte nicht mit Lammfell bestückt ist. So können Sie es besser einkammern.

12.03.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Kristina Glaser
© CAVALLO
Ausgabe 01/2012