Bodenarbeit für Pferde: Neues Trainings-Konzept stärkt Vertrauen

Aufstellen und Vortraben

Lassen Sie die Leine lang: Am Boden ist Kontrolle gut, aber Vertrauen besser. Mit einem neuen Trainings-Konzept stärken Reiter ihre Beziehung zum Pferd, indem sie ihm mehr Freiheit schenken. CAVALLO machte den Test im Trail-Parcours.

Fotostrecke: Bodenarbeit: Freestyle-Festival Senniana

10 Bilder
CAVALLO Bodenfreestyle Foto: Rädlein
CAVALLO Bodenfreestyle Foto: Rädlein
CAVALLO Bodenfreestyle Foto: Rädlein
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Übung 1: Aufstellen

Aufgabe: Das Pferd steht im Abstand von 2,50 Metern zum Reiter. Diese Übung klingt einfach, hat es aber in sich, weil Pferde oft trippeln statt stehen.

Tipp: Je ruhiger der Mensch steht, desto cooler bleibt auch das Pferd. Die neutrale Position des Führers liegt zwischen Kopf und Schulter. Die Hand am Seil senkt sich. Für das Pferd bedeutet dieses Signal: stehenbleiben.

Übung 2: Vortraben

Aufgabe: Das Pferd trabt eine ovale Strecke von etwa 20 Metern Länge, der Reiter bleibt etwa zweieinhalb Meter entfernt und läuft auf Schulterhöhe zügig mit. Er geht einen kleineren Radius als das Pferd.

Tipp: Wird das Pferd zu eilig, gehen Sie mehr Richtung Kopf, das wirkt bremsend. Um das Pferd zu treiben, gehen Sie mehr Richtung Hinterhand. Bei faulen Pferden dient das Seilende als zusätzlicher Antrieb. Der Reiter schwingt es Richtung Pferd, um es vorwärts zu treiben. Hat das Pferd das richtige Tempo, hängt es wieder neutral nach unten.


17.04.2014
Autor: Cathrin Flößer, Vanessa Sieck
© CAVALLO
Ausgabe Oktober 2013/2013