Cavaletti-Training mit Klassik-Ausbilder Alfons J. Dietz

Mit Pferden locker über die Stangen

Cavaletti-Arbeit
Foto: Lisa Rädlein
Vom Cavaletti-Training profitieren alle Pferde, egal ob jung oder alt, Warmblut, Iberer oder Korrekturpferd. Klassik-Ausbilder Alfons J. Dietz verrät 10 Lieblingsübungen für Losgelassenheit, Takt und Versammlung.

Locker und kraftvoll soll sich ein Pferd unter dem Reiter bewegen. Wer dazu das Dressurtraining mit Cavaletti ­aufpeppt, ist klar im Vorteil. Denn Stangenreihen sind optimale Gymnastikhelfer.

Das weiß auch der österreichische Ausbilder Alfons J. Dietz. In seinem Stall in Pettenbach südwestlich von Linz demonstriert er mit drei Pferden, dass Cavaletti bei unterschiedlichsten Problemen helfen können.

„Mein Hengst Quadril wollte sich anfangs nicht so recht dehnen“, erzählt der ehemalige Wiener Hofbereiter, der die Cavaletti-Arbeit vom Vater lernte und sie bis heute täglich in die Arbeit integriert. Sein 11-jähriger Lusitano, der inzwischen bis zur Hohen Schule ausgebildet ist, lernte durch Cavaletti, den Rücken loszulassen, sich in die Tiefe zu strecken und Kontakt zum Gebiss zu suchen.

Sein 7-jähriger Stallkollege, der PRE-Hengst Nazareno, hatte ein anderes Problem. Der Andalusier lief zu flach und hob seine Hinterhand nicht, wie er sollte. Dank Stangenarbeit zeigt er heute raumgreifende und energische Bewegungen. Die 10-jährige Österreichische Warmblutstute Tara war kaum noch reitbar, als ihre verzweifelte Besitzerin sie vor einem Jahr zu Alfons Dietz brachte. „Tara wird viel über Cavaletti longiert, damit sie ihren natürlichen Takt und Bewegungsablauf wiederfindet. Beides verlor sie durch falsche Ausbildung“, sagt Dietz.

Video: Cavaletti-Arbeit im täglichen Training


18.02.2013
Autor: Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe 06/2009